So, 21. Oktober 2018

Landwirte besorgt:

09.08.2018 14:21

„Wir haben Angst, dass Wolf weitere Schafe reißt!“

Die Weiden vieler Bauern im Waldviertel gleichen derzeit mehr einem Tierfriedhof als grünen Almen! Denn - wie online und in unserer Printausgabe berichtet - reißen einer oder mehrere Wölfe beinahe jede Nacht Schafe. „Wir haben Angst, dass der Räuber wiederkommt“, sagt Gerhard Kernstock, einer der betroffenen Landwirte aus Langschlag.

Es sind ausgerechnet Biobauern oder Landwirte mit artgerechter Freilandhaltung, bei denen der Wolf reiche Beute macht. „Bei mir hat der Räuber gleich mehrere Schafe gerissen und ein Blutbad auf der Weide hinterlassen. Andere konnten gerade noch entkommen, wurden aber gebissen und schwer verletzt“, schildern Bauer Gerhard Kernstock und seine Frau Erika auf dem abgeschiedenen Anwesen in Siebenhöf im Bezirk Zwettl der „Krone“.

Wie sein Nachbar Karl Groiß glaubt er, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis weitere Tiere „dran glauben müssen“. Berechtigte Frage: „Wo soll das alles noch hinführen?“

Wie berichtet, beklagen auch Landwirte aus dem benachbarten Arbesbach Verluste. Manche Bauern denken jetzt sogar daran, ihre Betriebe aufzugeben: „Es schmerzt, wenn der Wolf auf einmal eine halbe Herde reißt.“ Eine ähnliche Situation gibt es auch bei kleinen Karpfenzüchtern, die wegen des Überhandnehmens des Fischotters keine Jungtiere mehr in ihre Teiche setzen.

Bei Verdacht eines Risses durch Wolf, Bär oder Luchs sollte wegen der Schadensfeststellung rasch der Experte Georg Rauer kontaktiert werden:  0664/621 94 19.

Zwischen WWF und Bauernkammer ist indes ein Streit um den Herdenschutz entbrannt.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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