So, 09. Dezember 2018

Schäden beseitigt

03.08.2018 05:30

Ein Jahr nach der Flut blicken Steirer nach vorne

An Unwetter sind die Steirer ja gewöhnt - aber diese Dimension war außergewöhnlich: Anfang August 2017 wurden in der Obersteiermark ganze Ortsteile verwüstet, Straßen weggespült, Häuser zerstört. Ein Jahr später ist vieles wieder aufgebaut. Doch der Blick geht in Sommertagen wie diesen oft bang Richtung Himmel…

Erholung am Meer? Für Johann Schmidhofer kein Thema. „Von Mitte Mai bis Mitte September fahr’ ich nicht auf Urlaub“, sagt der Bürgermeister von Oberwölz. Zu groß ist die Sorge, dass die Stadt neuerlich einen Unwetteralbtraum wie 2011 und auch 2017 erlebt.

Es war der 4. August, und es war wie ein Hohn: Gerade an diesem Tag wurden die Vermessungsarbeiten für den lange geplanten Hochwasserschutz am Schöttlbach fertig, am Abend goss es wie aus Kübeln - Hochwasser! Gehöfte wurden von der Außenwelt abgeschnitten, Dutzende Menschen evakuiert, Straßen zerstört, zahlreiche Hänge rutschten ab. Der entstandene Schaden betrug etwa acht Millionen Euro, wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Fußballer spielten auf „Rübenacker“
Ein Jahr später sind fast alle Schäden beseitigt und die meisten Straßen wieder asphaltiert. Zwei Gebäude, die nicht mehr bewohnbar sind, wurden abgetragen, ein drittes, das in einer Hochrisikozone steht, folgt. In zwei Wochen wird die sanierte Sportanlage wieder eröffnet - die Fußballteams mussten ein Jahr lang am Trainingsplatz spielen. Ein „Rübenacker“, wie Schmidhofer sagt, der sich auch bei allen Gastmannschaften, „die sich nie beschwert haben“, bedankt.

Der größte Brocken ist der fast zehn Millionen Euro teure Hochwasserschutz am Schöttlbach. Er wird im September eröffnet, dann soll zumindest der Stadtkern selbst sicher sein. „Insgesamt haben wir 220 Kilometer Gemeindestraße, da können wir nie alles schützen“, ist Schmidhofer realistisch.

„Lebensader“ ist wieder befahrbar
Neben Oberwölz wurden auch viele andere Gemeinden vor einem Jahr schwer getroffen. Öblarn etwa, wo das Berghaus in der Walchen bald wieder fertig ist. Oder St. Georgen am Kreischberg, wo ein 13-Jähriger in einem Feuerwehrlager in der Unwetternacht starb. Kobenz, Mürzzuschlag oder Knittelfeld erwischte es ebenso wie Sölk. Teile der Sölkpassstraße wurden weggerissen, erst seit wenigen Wochen ist sie wieder durchgehend befahrbar.

„Sie ist im Sommer eine Lebensader, vor allem für unsere Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe“, atmet nicht nur VP-Vizebürgermeister Karl Brandner durch. In den vergangenen zwölf Monaten wurde in der großen Gemeinde gerade im Bereich der Wildbäche und der Bergstraßen („Almen sind unser Aushängeschild“) viel saniert. Auch in Sölk gehen die Arbeiten ins Finale, die letzten Baustellen sollen in den nächsten Tagen fertig werden. Alle hoffen, dass sich der Horror von 2017 nicht mehr wiederholt…

Jakob Traby
Jakob Traby

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