Mo, 20. August 2018

Vorkommen auch in Graz

31.07.2018 06:30

Trüffel-Suche in den steirischen Wäldern

Italien und Frankreich sind berühmt für ihre Trüffel. Dass dieser „Bodenschatz“ auch in der Steiermark vorkommt, ist hingegen kaum bekannt. „Die Natur kennt keine Landesgrenzen“, sagt die Biologin Gabriele Sauseng. Sie ist sogar in Graz fündig geworden. In den Wäldern der Landeshauptstadt wachsen Gourmet-Trüffel.

Trüffel-Plantagen sind in der Steiermark nichts Neues. Sauseng war aber die Erste, die damit begonnen hat, die heimischen Wälder systematisch danach abzusuchen. Seit einigen Jahren ist sie mit ihren italienischen Wasserhunden Iuma und Camou auch in den Grazer Stadtwäldern unterwegs.

Die sündhaft teuren Périgord- und Alba-Trüffel, die um 5000 Euro pro Kilo und mehr gehandelt werden, sind ihr dabei zwar noch nicht untergekommen („das heißt nicht, dass es sie hierzulande nicht gibt!“), sehr wohl aber die bei Feinschmeckern auch sehr begehrte Burgunder-Trüffel, die immerhin Preise von bis zu 1000 Euro pro Kilo erzielt.

Dass bald eine Goldgräberstimmung herrscht wie einst im „Wilden Westen“ und massenhaft Glücksritter auf der Suche nach Trüffeln in den Wäldern herumtrampeln, ist nicht zu erwarten. Schließlich braucht es speziell ausgebildete Hunde, um sie aufzustöbern.

Für die Stadt Graz ist ein Suchverbot kein Thema - „solange es nicht überhand nimmt und es niemand gewerblich betreibt“, so Bernd Weiss von der GBG, die die Stadtwälder verwaltet. Auch Lizenzen wie in Italien will man keine vergeben.

Führungen in der Landeshauptstadt
Derzeit beträgt die Ausbeute zwei bis drei Kilo pro Saison. Dass sich daraus ein einträglicher Geschäftszweig entwickelt, ist eher unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz soll die Grazer Trüffel - quasi als kulinarisches „Special“ - in der Gastronomie angeboten werden. Außerdem gibt es geführte Wanderungen (Termine und Anmeldung auf der Homepage der Stadt Graz: www.graz.at) und ein Trüffel-Festival im Herbst in Graz.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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