Salzburg-Trainer Stevens hatte seine Ankündigung wahr gemacht und setzte auf seine Lazio-Bezwinger. Franco Foda allerdings hatte im (ohnedies nicht großen) Kader-Topf gegenüber dem Bukarest-Match kräftig umgerührt. Neben dem verletzten Muratovic sahen auch Sonnleitner, Ehrenreich, Prettenthaler, Bukva und Weinberger die Partie anfangs nur von außen...
Das machte sich durchaus bezahlt, die Grazer waren (obwohl sie einen Tag weniger Pause hatten) von Beginn an die aktivere Mannschaft, hatten durch Jantscher (15., 18.) und Lavric auch die ersten Chancen (23.). Erst vier Minuten danach gaben die Salzburger den ersten Torschuss durch Leitgeb ab.
Salzburger wie in Winterstarre
Es war lauwarmer Tee, was der Meister an diesem kalten Nachmittag in der UPC-Arena offensiv ablieferte. Von einem Tchoyi (der den ersten Schuss in der 56. Minute abgab) oder Leitgeb war wenig, von Janko gar nichts zu sehen. Wenn man Sturm etwas vorwerfen kann, dann, dass es - bei allem Bemühen - im Moment an der Effizienz mangelt, die letzten Auftritte haben doch sichtlich am Selbstvertrauen von Beichler und Co. genagt.
Zwei Chancen im Finish
Dass sich diese Offensiv-Probleme am Sonntag nicht entscheidend rächten, lag an der von Schildenfeld gut dirigierten Abwehr, aber auch am Gegner. Fehlpasses, kaum Bewegung, es grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung, was die "Dosen-Millionäre" da boten. Sturm hatte im Finish auch noch viel Pech, als Opdam in der 72. Minute gerade noch vor Hölzl in den Corner retten konnte und Gustafsson (Bild oben) bei einem Jantscher-Freistoß Mühe hatte (88.), den Ball erst im zweiten Anlauf unter Kontrolle brachte.
Das sagten sie nach dem Spiel
Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Natürlich wollten wir dieses Spiel gewinnen. Man darf aber nicht vergessen, dass wir gegen den Meister gespielt haben. Wir hatten einige gute Möglichkeiten. Man hat in der zweiten Halbzeit natürlich gemerkt, dass einige Spieler in letzter Zeit wenig Spielpraxis hatten."
Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Meine Mannschaft hatte nicht die Frische, um das Spiel zu gewinnen. Sturm wirkte auch nicht frisch genug. In der ersten Halbzeit war das viel zu wenig."
Fußball-Bundesliga (18. Runde): SK Puntigamer Sturm Graz - Red Bull Salzburg Endstand 0:0. Graz, UPC-Arena, 10.790, SR Drabek.
Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Schildenfeld, Kandelaki - Hölzl (86. Weinberger), Hlinka, Weber, Jantscher - Beichler, Lavric.
Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer - Opdam - Leitgeb, Pokrivac (90. Cziommer), Svento (73. Zickler) - Tchoyi - Janko (73. Nelisse).
Gelbe Karten: keine bzw. Afolabi.
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