Sa, 21. Juli 2018

Dreharbeiten:

13.07.2018 06:54

Staraufgebot in der Stillen Nacht

Hannes Schalle wandelt auf den Spuren des weltweit beliebtesten Weihnachtsliedes - aufwändige Special Effects inklusive:

Zuletzt wandelte Hannes Schalle auf den Spuren der Familie Trapp und dem wohl berühmtesten Dirigenten Herbert von Karajan. Jetzt zeichnet der Salzburger die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des weltweit beliebtesten Weihnachtsliedes nach. In seinem Film „Silent Night. Ein Lied für die Welt“, der am 23. Dezember auf ARD, Arte und Servus TV ausgestrahlt wird, und für den auch schon internationale TV-Stationen angeklopft haben, dreht der Multimedia-Experte bereits seit letzten Dezember.

Er rekonstruiert dabei aber nicht nur an den Salzburger Originalschauplätzen die Ursprünge des Liedes, mit dem Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber den Menschen in einer um 1818 trostlosen Zeit Hoffnung schenken wollten, und nimmt sich weiters der Verbreitung durch die Tiroler Rainer Sänger bis in die USA an. Vielmehr schildert Schalle in dem Film auch, warum „Stille Nacht“ eigentlich als das berühmteste Friedenslied gilt.

„Es sorgte 1914 an der Westfront des Ersten Weltkriegs am ersten Weihnachtstag für einen 24-stündigen Waffenstillstand zwischen den deutschen und britischen Truppen. Die Soldaten vereinten sich auf neutralem Boden, stimmten gemeinsam das Lied an, beschenkten sich gegenseitig und spielten sogar Fußball miteinander. Wir haben dieses unglaubliche Ereignis jetzt letztes Wochenende in Kent nach den Tagebuchaufzeichnungen des britischen General Haig nachgedreht - Schützengräben, 200 Komparsen und Originaluniformen inklusive. Jetzt müssen wir die Szenerie noch digital in eine Winterlandschaft verwandeln“, erzählt Schalle, der sich für diese Effekte keinen geringeren als Robin Aristorenas holte, der u.a. schon für „Black Mirror“, „Game of Thrones“, „Der Marsianer“ oder „Interstellar“ arbeitete.

Auch für die Rolle des Erzählers General Haig konnte er mit John Rhys-Davies („Herr der Ringe“, „Indiana Jones“) einen absoluten Topstar gewinnen. „Er schildert die Geschehnisse so authentisch, dass man das Gefühl hat live dabei zu sein“, ist Schalle begeistert, der im 90-minütigen Streifen natürlich auch Bing Crosbys unvergesslichen Radioauftritt von 1934 nicht ausspart. Klar, immerhin wurde dadurch das Salzburger Lied endgültig zum Welthit mit 30 Millionen verkauften Exemplaren, und den nahezu schon alle Größen der Musikgeschichte interpretierten. Wer im Film den Song anstimmt bzw. seine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte Preis gibt, wollte Schalle noch nicht verraten, Namen wie Josh Groban oder Andrea Bocelli ließ er sich aber schon entlocken.

Tina Laske
Tina Laske

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