Mi, 14. November 2018

Wohnmobil-Einbrüche

09.07.2018 16:34

Fehlende Beweise: Freispruch für Brüder

Sie brachen schon dutzende Wohnmobile auf, sitzen auch deshalb im Gefängnis: Gemeint ist ein bosnisches Bruderpaar (34, 37). Erneut musste das Duo ins Landesgericht Salzburg.  Vorwurf: Sieben Wohnwägen sollen sie im Sommer 2016 aufgebrochen haben -  während die Opfer schliefen.  Doch die Beweise fehlten: Freispruch!

Dass sie es gewesen sein könnten, sei nicht auszuschließen, so die Vorsitzende Martina Pfarrkirchner. Aber: „Alles in allem reichen die spärlichen Beweise bestenfalls für Vermutungen, aber nicht für einen Schuldspruch.“ Sieben Einbrüche in Wohnmobile in NÖ und in der Steiermark war Thema. Tatzeit: 31. bis 8. August 2016. Doch Verteidiger Franz Essl unterstrich: Es gibt keine Fingerabdrücke, keine DNA-Spuren, nicht mal Fußabdrücke. „Man kann die Brüder nicht automatisch für jeden Wohnmobil-Einbruch verantwortlich machen.“ 

Viele Haft-Jahre am Buckel

Denn darin haben sie Erfahrung: So saß der Ältere bereits sechs Jahre in Haft, verurteilt wurde er in Frankreich, Deutschland und im Vorjahr in Salzburg wegen fünf Einbrüchen. Da setzte es für den sechsfachen Vater und seinen zweifach vorbestraften Bruder unbedingte Haft zwischen 12 und 22 Monate. Diese sitzen sie derzeit ab.

Schweigend zum Freispruch

Im aktuellen Prozess gaben sich die beiden Angeklagten aber wortkarg: Nur ein „nein“ war auf die Richterinnen-Frage nach der Schuld, zu hören. Sonst schwiegen sie. Von den Zeugen sah keiner die Männer.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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