Di, 18. Dezember 2018

Furchtbares Tierleid

28.06.2018 11:03

Paar ließ fünf schwer kranke Katzenbabys im Stich

Die Tierschutzorganisation „Pfotenhilfe“ hat Anzeige gegen zwei Mattighofener erstattet, die ihre Katze samt deren sterbenskranken Babys einfach ihrem Schicksal überlassen haben. Die Pfotenhilfe wurde in diesem dramatischen Fall von den Nachbarn zu Hilfe gerufen, da die Katzenmutter die zwei noch lebenden von ursprünglich fünf Babys auf deren Balkon hinübergeschleppt hatte und offensichtlich verzweifelt Hilfe suchte. Von den beiden Tierhaltern sei die Frau nach Deutschland gefahren und ihr Mann öffne die Türe nicht.

Als die Tierretter wenig später eintrafen, lag eines der Babys bereits regungslos auf der Seite, beide waren stark unterkühlt, voller Flöhe und hatten eine schwere Infektion. Die Mutter lag hilflos daneben und versuchte wenigstens das eine Baby an ihren Zitzen trinken zu lassen. Alle drei wurden sofort in die Tierklinik Altheim gebracht, wo sie spät abends vom Notdienst erwartet wurden. Während der Fahrt wurde verzweifelt versucht mittels Heizgebläse die Körpertemperatur zu erhöhen. Doch die diensthabende Tierärztin sah nach kurzer Untersuchung keine Überlebenschance mehr und beendete das Leiden durch rasche Euthanasie. Die bemitleidenswerte, ebenfalls total verflohte Mutter wurde behandelt sowie ein Medikament gespritzt, das den Milchfluss stoppt, wonach sie kastriert werden konnte.

Anzeige gegen Halter erstattet
„Pfotenhilfe“-Geschäftsführerin Johanna Stadler ist entsetzt: „Ich habe ja schon viel Negatives im Umgang mit Tieren erlebt, aber so viel Gefühlskälte macht mich fassungslos. Allerspätestens nachdem das erste Baby gestorben ist, hätten die Halter erkennen müssen, dass sie die restlichen zum Tierarzt bringen müssen. Stattdessen ins Ausland zu fahren beziehungsweise nicht einmal die Türe zu öffnen, ist wirklich ein starkes Stück.“ Die „Pfotenhilfe“ hat die Halter daher einerseits wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz - auch wegen der Kastrationspflicht - angezeigt und andererseits wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch, wonach bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe drohen. Auf dem Tierschutzhof der „Pfotenhilfe“ in Lochen in Oberösterreich kann sich die Katze nun von ihrem Trauma und der Operation erholen.

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