Do, 20. September 2018

Millionencoup

26.06.2018 05:30

Bad Gleichenberg erhält ein neues Therapiezentrum

Vor wenigen Tagen wurde der deutsche Unternehmer Erwin Müller von Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien ausgezeichnet, dabei ließ er eine kleine „Bombe“ platzen: In Bad Gleichenberg will er ein eigenes Zentrum für Stammzellentherapie finanzieren, ein zweistelliger Millionenbetrag ist dafür vorgesehen.

Die von ihm gegründete Drogeriekette Müller hat in Österreich 80 Filialen, Erwin Müller besitzt mittlerweile auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Seine Frau Anita übernahm vor zwei Jahren gemeinsam mit dem gebürtigen Gnaser Walter Schiefer das Kurhaus in Bad Gleichenberg. Schiefer ist auch Vorstandsvorsitzender der Erwin-Müller-Privatstiftung, die ihren Sitz in Österreich hat.

„Knapp vor dem Durchbruch“
Und genau diese Stiftung soll die Riesen-Investition in der Südoststeiermark stemmen. Müller finanziert schon seit Jahren Stammzellenforschung in der deutschen Universitätsstadt Heidelberg. „Man ist knapp vor dem Durchbruch“, sagt Schiefer zur „Krone“. Es soll daher ein Therapiezentrum gebaut werden - eben in Bad Gleichberg, wenn möglich schon ab 2019.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Wundheilung, auch Schmetterlingskindern (ihre Haut ist aufgrund einer genetisch bedingten Krankheit so verletzlich wie der Flügel eines Schmetterlings) soll geholfen werden. Patienten aus ganz Europa sollen kommen, so Schiefer.

Das Kurhaus wird um 200 Betten erweitert
Er selbst ist zwei Jahre nach Übernahme des Kurhauses sehr zufrieden. „Wir sind voll ausgelastet.“ Dass die klassische Kur bald durch eine neue „Gesundheitsvorsorge aktiv“ ersetzt wird, bringt keine Nachteile: „Wir haben eine Ausschreibung der PVA gewonnen und werden daher das Kurhaus sogar ausbauen“, sagt Schiefer. 200 zusätzliche Betten sind geplant, innerhalb der nächsten 14 Tagen sollen die Pläne eingereicht werden.

„Weiterhin ein guter Freund Österreichs“
Mit dem „Großen Silbernen Ehrenzeichen mit dem Stern“ hat Erwin Müller die höchste Auszeichnung der Republik an Verantwortungsträger aus der Wirtschaft erhalten. „Ich sehe diese Auszeichnung als Auftrag, weiterhin ein guter Freund Österreichs zu sein“, so Müller beim Festakt.

Jakob Traby
Jakob Traby

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