Mi, 12. Dezember 2018

Hospizhaus in Hall

16.06.2018 10:23

„Zerbrechlichkeit und Schönheit des Lebens“

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Dieser Grundsatz von Cicely Saunders, Gründerin der Hospizbewegung, wurde im neuen Tiroler Hospizhaus in allen Facetten umgesetzt. Es entstand ein Haus, das Offenheit und Schutz bietet. Getragen von menschlicher Nähe, Freundschaft und Liebe, werden Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.

Es ist ein österreichweit einzigartiges Projekt: Das neue Hospizhaus in Hall bietet eine Hospiz- und Palliativstation für 14 Patienten, ein Tageshospiz, eine Ambulanz und eine Akademie. Es gibt ein mobiles Hospiz- und Palliativteam, eine Kapelle und jede Menge Ehrenamtliche. Denn: „Wie ein Mensch ins Leben hinein begleitet wird, so soll er auch aus dem Leben hinaus begleitet werden. Mit Fürsorge, Liebe, Zuwendung und professioneller palliativmedizinischer Unterstützung,“ erklärte Elisabeth Zanon, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Kräfte gebündelt
Jahrelange Arbeit, Planung und Vorbereitung liegen den 367 Säulen, die das Haus tragen, zugrunde. Entstanden ist es nur, weil Kräfte gebündelt wurden: Neben dem Land Tirol, diversen Verbänden und der Caritas, haben vor allem private Spender geholfen, das Haus zu finanzieren. Die Gesamtkosten liegen bei 12,2 Mill. Euro.

Den Kreislauf schließen
Michael Unterweger ist so ein Spender. Er wünschte sich Spenden statt Geburtstagsgeschenken. „Ich habe drei Kinder. Bei der Geburt ist es selbstverständlich, dass man begleitet wird. Mir gefällt der Gedanke, dass das auch beim Sterben so ist“, so seine Beweggründe.

Segnung
Bischof Hermann Glettler und Superintendent Olivier Dantine segneten das Haus. „Es gibt kaum einen Ort, an dem die Schönheit und Zerbrechlichkeit des Lebens deutlicher wird“, sagte der Bischof. Ende Juni überrsiedeln die Patienten von der ehemaligen Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck nach Hall. Dass die Bettenanzahl trotz Neubau überschaubar blieb, ist Absicht: „Alles über 14 Betten macht es zum Sterbehaus - da wird zu viel gestorben. Wir wollen eine dezentrale Kultur und kleine Einheiten in den Bezirken, um gute Qualität bieten zu können,“ erklärte Geschäftsführer Werner Mühlböck. Denn beim Sterben, geht es vor allem ums Leben.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol
Aktuelle Schlagzeilen
Österreich am Stockerl
Top 10: Auf diese Länder fahren Skiliebhaber ab!
Reisen & Urlaub
Mertens abgeräumt
Liverpool-Star Van Dijk sorgt für Horror-Szene
Fußball International
Nicht zu warm
So schützen Sie Ihr Baby im Winter richtig!
Spielzeug & Baby
Auch das noch!
Gab Meghan ihren Hochzeitsgästen Marihuana?
Video Stars & Society
„Pfoten helfen Pfoten“
Katze „Athena“ dank Ihrer Hilfe wieder gesund
Tierecke
Nach Skandal-Interview
Neo-Real-Trainer reagiert auf Ronaldos Worte!
Fußball International
Tierhilfe Horsearound
Ein Stall für Esel und Pferde in Not
Tierecke
Tirol Wetter
-4° / 0°
heiter
-7° / -1°
wolkenlos
-3° / -1°
leichter Schneefall
-8° / -2°
wolkenlos
-5° / 0°
heiter

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.