Sa, 20. Oktober 2018

Axis aus Lebring

11.06.2018 09:45

Steirer erobern mit Flugsimulatoren die Welt

Von Indien über Südostasien bis in die USA: Weltweit trainieren Piloten auf den millionenschweren Full-Flight-Simulatoren von Axis Flight Training Systems aus der Steiermark für den Ernstfall. Den „Exportpreis“ der Wirtschaftskammer konnte sich das Unternehmen aktuell sichern, nun wollen die südsteirischen „Überflieger“ auch den nächsten Großauftrag an Land ziehen!

Auf Regen folgt Sonnenschein! In der Welt des südsteirischen Full-Flight-Simulators Axis bekommt die bekannte Redewendung allerdings eine völlig neue Bedeutung: Denn das 75-Mann-Unternehmen mit Hauptsitz Lebring entwickelt hochtechnologische Full-Flight-Simulatoren, auf denen Piloten Real- und Krisensituationen trainieren. Und so folgen auf Wetterkapriolen auch Landungen, Starts, Triebwerksausfälle und Strömungsabrisse - manchmal sogar in dieser Reihenfolge!

„Unsere hochtechnologischen Simulatoren erlauben es den Piloten, Real- aber auch Krisensituationen zu trainieren und im Ernstfall genug Routine vorweisen zu können“, vereinfacht Axis-Chef Christian Theuermann. Entscheidender Vorteil: Während der Real-Test mit hohen Kosten verbunden ist, kommen die Trainingsstunden im Simulator auf einen Bruchteil davon.

Kunden von Indien bis in die USA
Diese Vorzüge machen sich Airlines und Trainingsgesellschaften für Piloten rund um den Globus zunutze: Die bisher neun ausgelieferten Simulatoren verteilen sich auf die ganze Welt. So stehen die südsteirischen Exportprodukte etwa in Indien, Italien, den USA und Südostasien - aber auch in der österreichischen Aviation Academy sind Axis-Simulatoren im Einsatz.

Ehrende Auszeichnung für so viel Innovation
Die stark internationale Ausrichtung des Unternehmens wurde nun mit dem Exportpreis der Wirtschaftskammer belohnt: „Die Auszeichnung ist ein Erfolg für unsere Mitarbeiter, die es mit Innovationskraft und Einsatz ermöglichen, dass wir als einziges österreichisches Unternehmen in diesem schwierigen Marktumfeld bestehen können“, freut sich Theuermann. Als Hintergrund: In Europa ist das Unternehmen aktuell das einzige, das einen Full-Flight-Simulator mit den höchsten Standards liefern kann.

Auch künftig will die Firma hoch hinaus: Ausgelöst durch einen Marktbedarf an Flugzeugen und somit Piloten sollen über 1500 neue Simulatoren bis Mitte 2030 benötigt werden. Entwickelt und produziert von wohlgemerkt nur einer Handvoll Flugsimulatoren-Hersteller weltweit.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger
Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger

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