Sa, 18. August 2018

Schloss Mönchstein:

16.05.2018 06:58

Strahlkraft des „Sonnenkönigs“

„Capri-Sonne“-Gründer investiert in den finalen Umbau 10 Mill. Euro und verleiht dem Schlosshotel neuen Glanz: 

„Mit einem Hotel kann man ein kleines Vermögen verdienen, wenn man selbst ein großes hat“, scherzt Hans-Peter Wild. Großzügig zeigte sich der Fruchtsaftkönig - er ist Eigentümer der Marken Capri Sonne sowie Capri Sun - in Salzburg bereits mehrfach.

Erst 2016 machte er für den „Goldenen Hirsch“ 20 Mill. Euro locker, und auch die nach den Festspielen anstehende Sanierung dürfte mehrere Millionen verschlingen. Klar, so will der Schweizer Unternehmer doch den Charme des 600 Jahre alten Traditionshauses in der Getreidegasse trotz dringend notwendiger technischer Innovationen unbedingt bewahren. „Der Landhausstil bleibt“, versichert Wild, und darauf kann man sich verlassen.

Denn auch das Hotel Schoss Mönchstein, das er bereits 2005 um 10,1 Mill. € kaufte, hat er mit Samthandschuhen angefasst und gemeinsam mit Architekt Volkmar Burgstaller von einem verschlafenen Märchenschloss in ein wahres Schmuckstück verwandelt. „Hansi von Mierka hat mir schon damals mehrere Umbauten prophezeit!“

Die einstige Besitzerin sollte recht behalten, denn mittlerweile wurden in drei Etappen 24 Millionen € investiert! Während 2008 ein Spa-Bereich errichtet wurde, folgte 2014 ein Infinitiy-Pool, die Renovierung der Küche sowie ein Veranstaltungsraum, der so genannte „Mönchstein Saal“, der unterhalb des Hotels in den Felsen geschlagen wurde und sogar Architekt Burgstaller ein paar graue Haare kostete.

Als logistische, planerische und statische Meisterleistung zeichnet sich nun auch Umbau Nummer drei aus. Burgstaller umhüllte die ehemalige Terrasse mit einer spektakulären Glaskonstruktion, die einem - während man in der „Apollo Bar“ genüsslich einen Drink schlürft bzw. sich von Küchenchef Markus Mayr im Zwei Hauben-Restaurant „The Glass Garden“ einkochen lässt - das gewaltige Naturschauspiel vor Augen führt.

„Architektur besticht durch Funktion und Emotion. Insofern war es wichtig, sich nicht an das alte Schloss anzubiedern, sondern eine neue, zeitgemäße Hülle darüberzulegen, die zum einen den Blick auf die Stadt freigibt, und gleichzeitig die einzigartige Schlossatmosphäre sowie die Stimmungen aller Jahreszeiten einfängt“, so Burgstaller, der sich u.a. auch für die Planung des Hangar-7 verantwortlich zeigt. Ähnlich wie beim „Bullenpalast“ wurde auch beim Mönchstein gebogenes Spezialglas in eine Stahlkonstruktion integriert, die allerdings beweglich sein muss, so dass das Glas nicht bricht.

Genauso gefinkelt ist das Interieur, das die britischen Innendesign-Spezialisten Ruth Thomas und James Bermudez von „H2“ gestalteten. Während man z. B. in der Bar über güldenes Parkett schreitet, sticht einem im Restaurant der „Chrysolite Aqua Tower“, eine mundgeblasene Glasskulptur aus 140 individuell gestalteten Teilen vom amerikanischen Künstler Dale Chihuly ins Auge. Auch die insgesamt 24 Zimmer erstrahlen im neuen Glanz und harmonieren trotz Modernisierung mit dem traditionellen Ambiente des 1350 erstmal erwähnten Schlosses. Einziger Wermutstropfen, das kleine Restaurant im Turm musste einem Zimmer weichen, allerdings ist das bei dem schicken Design und der herzlichen Betreuung durch Direktorin Samantha Teufel und ihrem Team wohl zu verschmerzen. Diese österreichische Gastfreundschaft hat den milliardenschweren Unternehmer auch in die Mozartstadt gezogen. Seine Investment-Laune ist aber nach zwei so einzigartigen Immobilien bis dato ausgeschöpft.

Tina Laske
Tina Laske

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