"Zuerst hat es unzählige Male geläutet, dann hat endlich ein Mitarbeiter vom Roten Kreuz in Leoben abgehoben. Dort musste ich allerdings erfahren, dass er nicht für mein Anliegen zuständig sei. Ich müsse die zentrale Leitstelle in Graz kontaktieren ", schildert ein Leser aus Eisenerz der "Steirerkrone" seine Notruf-Odyssee. Zum Glück ging es in diesem Fall nicht um Leben oder Tod.
Gefährlicher Zeitverlust
Auch Notärzte aus den bereits umgeleiteten Regionen rümpfen die Nase: "Bislang wurden wir von Ortskundigen zu den Patienten gelotst. Jetzt, wo wir von Graz aus dirigiert werden, passiert es immer wieder, dass wir den Verunglückten nicht sofort finden", klagt ein Betroffener. Speziell bei Forstunfällen sei dies der Fall.
"Länger als 25 Sekunden muss niemand warten"
August Bäck vom Roten Kreuz lässt die Kritik nicht gelten: "In Einzelfällen kam es zu Komplikationen, Kinderkrankheiten wurden aber längst ausgemerzt. Wir haben die modernste Technik und genügend bestens geschultes Personal. Länger als 25 Sekunden muss bei einem Notruf niemand warten, bis abgehoben wird." Aber: "Für denjenigen, der den Notruf wählt, ist natürlich jede einzelne Sekunde des Wartens eine Qual."
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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