Mo, 20. August 2018

Nagl stinksauer

20.04.2018 17:21

„Jugendschutzgesetz ist Bärendienst an Eltern!“

Das neue Jugendschutzgesetz, auf das sich die Länder nun geeinigt haben, sorgt beim Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl für große Empörung. Es sind insbesondere die neuen Ausgehzeiten, die Nagl für grundfalsch hält. Mit dem neuen Gesetz würde der Gesetzgeber den Pädagogen und Eltern einen Bärendienst erwiesen.

„Dass das Jugendschutzgesetz jetzt nur mehr Jugendgesetz heißen soll, das spricht für mich Bände“, so Nagl. Die neuen Ausgehzeiten sind für Nagl unverständlich: Jugendliche bis 14 Jahre dürfen ohne Eltern bis 23 Uhr ausgehen, 16- bis 18-Jährige können bis 1 Uhr unterwegs sein, ab 18 Jahre gibt es kein Limit.

Nagl hofft: Eltern vernünftiger als Politik
Nagl lässt seinem Ärger freien Lauf: „Auf dem Land mögen die neuen Ausgehzeiten ja vielleicht in Ordnung sein und Sinn machen, aber sicher nicht in einer Stadt wie Graz. Den Pädagogen, den Sozialarbeitern und vor allem den Eltern wurde mit der neuen Regelung ein echter Bärendienst erwiesen.“

Nagls Empörung kommt freilich zu spät. Nagl: „Ich kann nur hoffen, dass die Eltern vernünftiger sind als die Politiker, die dieses Gesetz auf den Weg gebracht haben.“

Gerald Richter
Gerald Richter

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