"Ich sage es ganz offen: Nichts gegen eine Bahn, die mir meine Pendler und Schüler aus dem Tal und im Gegenzug Kurgäste herein bringt. Aber jetzt haben wir praktisch das Gegenteil: Der Personenverkehr wird reduziert – der Containerverkehr in den Nachtstunden maximiert. Das geht nicht – da müssen wir uns wehren", stellt Gerhard Steinbauer die Weichen für die aktuelle UVP-Verhandlung betreffend Angerschluchtbrücke. Der Ersatzbau für die K&K-Brücke ist fertig, nun geht es um das zweite Gleis.
Mehr Züge bedeuten mehr Lärm
Steinbauer hat sich mit der Initiative Lebenswertes Gastein und einigen privaten Unterzeichnern mit einer Einwendung an das Verkehrsministerium gewandt: "Es haben sich zwar etliche Experten der Bahn mit Umweltfragen zur Brücke beschäftigt, aber da ging es um die unmittelbare Brückenumgebung. Salopp gesagt, wie es den Fröschen im Angertal geht. Das ist nicht das Thema, sondern die definitive Folgewirkung auf Bad Gastein. Mehr Züge, vor allem in der Nacht, bedeuten mehr Lärm. Und da geht es mir nicht nur um unsere Gäste, sondern um die Wohnbevölkerung."
Einige Forderungen offen
Steinbauer sieht im jetzigen Vorgehen einen Bruch des seinerzeitigen Mediationsvertrags und fordert nach wie vor eine talweite Umweltverträglichkeitsprüfung. "Außerdem verlange ich wegen der steigenden Frequenz entsprechend lärmmindernde Maßnahmen am Schienenbestand. Wir können ja nicht auf einen zugesagten Stubnerkogeltunnel warten, der sich in den nächsten 15 Jahren nicht einmal abzeichnet. Die ÖBB sind jetzt gefordert - sie sollen sich was Effektives einfallen lassen."
Kronen Zeitung









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