In der steirischen Landeshauptstadt fehlen - laut einem Bericht des Stadtrechnungshofs unter Günter Riegler - etwa 300 Pflegebetten (1.900 gibt es derzeit). "Wir brauchen Pflegeheime!", befindet denn auch Waltraud Haas-Wippel, SPÖ-Gemeinderätin und Pflegedienstleiterin des Geriatrischen Gesundheitszentrums der Stadt Graz. "Mobile Dienste sind wichtig, um die Senioren möglichst lange zu Hause betreuen zu können, aber sie sind nicht die alleinige Lösung."
Eintrittsalter bei etwa 83 Jahren
Niemand ginge in ein Heim, weil es dort so lustig ist - das Eintrittsalter liegt derzeit bei etwa 83 Jahren. Haas-Wippel: "Der Pflegebedarf steigt. War bei Eintritt vor zehn Jahren noch die Pflegestufe zwei bis drei der Schnitt, so ist es heute die Stufe vier bis fünf." Neben Heimen und mobilen Diensten müssten auch Wohngemeinschaften für Senioren und Tageszentren forciert werden. Haas-Wippel: "Schon 2020 wird der Anteil der Über-65-Jährigen an der Bevölkerung knapp 20 Prozent ausmachen."
Ein weiteres Problem ist der Mangel an Pflegepersonal - vor allem diplomiertes ist rar. Hier bedürfe es einer Attraktivierung des Berufsstandes, etwa durch einen Abschluss an einer Fachhochschule.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"









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