27.03.2018 06:00 |

Tinetz stellt klar:

„Die offene Trafostation entspricht der Norm“

Der tödliche Stromunfall eines deutschen Buben (14) in Münster sorgt noch immer für Diskussionen. Die offene Trafostation, auf die er kletterte, wird von einigen „Krone“-Lesern kritisiert. Tirolweit sind die Hälfte der insgesamt 4000 Trafostationen offen. „Sie entsprechen der Norm“, heißt es von Seiten der Tinetz.

Es war eine leichtsinnige Mutprobe, die den 14-Jährigen vor rund zehn Tagen aus dem Leben gerissen hat. Einige „Krone“-Leser sind sich einig: „Die offenen Trafostationen sind viel zu gefährlich. Ihr einziger Vorteil im Vergleich mit Kompaktstationen ist, dass sie deutlich kostengünstiger sind.“

Dass man auf die offenen Stationen hinaufsteigen kann, sei für viele Jugendliche verlockend. „Bei Kompaktstationen gibt es hingegen nichts zum Klettern, die gefährlichen Stromleitungen sind ebenerdig eingehäust. Daher sollten alle offenen Stationen als Präventionsmaßnahme umgerüstet werden“, fordert dazu einer der „Krone“-Leser.

„Es ist nicht unser Ziel, Stationen umzurüsten“
Wie stehen die Verantwortlichen der Tinetz zu dieser Forderung? „Wir haben nicht vor, die offenen Trafo-Stationen in Tirol umzurüsten“, bringt es Thomas Rieder, Technischer Geschäftsführer, auf den Punkt. Die Beweggründe dafür sind vielfältig. „Diese Stationen sind standardgemäß, sie entsprechen der Norm und dürfen nach wie vor gebaut werden – in Österreich sowie in zahlreichen anderen Ländern auch“, schildert Rieder. Hinzu kommt die Tatsache, dass für eine Umrüstung massive Investitionen nötig sind. „Das würde die Netztarife für den Konsumenten signifikant in die Höhe treiben“, erklärt er.

Sportliches Klettern versus Tür aufbrechen
Mit der Behauptung, dass Kompaktstationen ungefährlicher seien, kann sich Rieder schwer anfreunden. „Die Leitungen sind zwar eingehäust, aber man muss nur die Tür aufbrechen, um in den gefährlichen Bereich zu kommen. Bei offenen Stationen muss man immerhin viel sportliche Energie anwenden“, erklärt Rieder. Offene Trafostationen gibt’s in Tirol eher im ländlichen Raum, Kompaktstationen sind hauptsächlich in der Stadt zu finden. J. Steiner

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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