Mo, 23. Juli 2018

Er war Festpiel-Mäzen

16.03.2018 06:00

Früherer Salzburg-Förderer aus Haft entlassen

Der frühere Opern-Mäzen Alberto Vilar (76), der 2008 wegen Betrugs zu neun Jahren Haft verurteilt worden war, ist aus der Haft entlassen worden. Der Ex-Geschäftsmann verließ Donnerstag Früh das Gefängnis von Fort Dix im US-Bundesstaat New Jersey. „Man gab mir eine kleine Abschiedsfeier - im Mikrowellenofen gebackene Pizza“, schrieb Vilar in einer E-Mail.

Er hatte das große Geld versprochen und letztlich seine Sponsor-Zusagen nicht halten können. 2010 wurde der frühere Kunst-Mäzen Alberto Vilar von einem Gericht in New York wegen der Veruntreuung von Investorengeldern in der Höhe von 16,1 Millionen Euro zu neun Jahren Haft verurteilt. Carnegie Hall und Covent Garden, die Wiener Staatsoper oder die „Met“ in New York, Baden-Baden, Bayreuth und eben die Salzburger Festspiele – als erklärter Musikfan unterstützte der US-Milliardär Alberto Vilar jahrelang die Opernhäuser und Festivals dieser Welt. Mehr als 180 Millionen Euro soll er gespendet haben, sein Namenszug fand sich in vielen Eingangshallen wieder.

1998 noch versprach der 69-Jährige fast 3,8 Millionen Euro für Salzburg und verpflichtete sich als Programmsponsor. Doch schnell versiegte das Füllhorn, die Gelder blieben aus. Seit 2008 stand der angeblich gebürtige Kubaner in den USA wegen Investmentbetrugs, Urkundenfälschung sowie Geldwäsche vor Gericht und wurde schuldig gesprochen.

Jetzt wurde Vilar aus der haft entlassen. Nach seiner Freilassung wurde er in ein sogenanntes Halfway House überstellt. Diese privat geführten Einrichtungen des Gefängnissystems sollen der Resozialisierung dienen. Ehemalige Häftlinge verbringen dort in der Regel sechs Monate und können sich täglich mehrere Stunden frei bewegen, müssen jedoch eine Ausgangssperre beachten und werden mit Fußfesseln elektronisch überwacht. Reisen sind nur in dringenden Fällen erlaubt. „Österreich ist das erste Land, das ich besuchen werde, sobald man mir meinen Reisepass zurückgibt“, sagte Vilar in seiner Mail an die APA.

 krone.at
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