So, 21. Oktober 2018

Trotz Volksbefragung

14.03.2018 06:34

Grazer Grün-Oase wird doch verkauft

Trotz Volksbefragung und trotz aktueller Weigerung der Stadt Graz, die riesige Ackerfläche von Frei- in Bauland umzuwidmen, will VP-Agrarlandesrat Johann Seitinger einen Teil der Landwirtschaftsschule Alt-Grottenhof verkaufen. Zumindest 18,5 Millionen Euro sollen erlöst werden. Die Angebotsfrist läuft bis 20. April. Anrainer fürchten wieder um ihren Grünraum.

Das Ringen um eine 53.000 m2 große Ackerfläche an der Bezirksgrenze von Wetzelsdorf und Straßgang geht weiter. Das Areal gehört zur Landwirtschaftsschule Alt-Grottenhof und ist eine der letzten unverbauten Flächen in der Gegend. Um den Aus- und Umbau der Schule zu finanzieren, will Seitinger den Acker verkaufen.

Der Verkauf ist nun ausgeschrieben, zumindest 18,5 Millionen Euro will das Land erlösen.

Die schwarz-blaue Grazer Stadtregierung hat ja ihrerseits angeboten, den Acker zu kaufen, um ihn als Grünraum zu erhalten. Freilich ist man nur bereit bzw. in der Lage, etwa ein Drittel der geforderten Summe aufzubringen. Ein Kauf durch die Stadt ist also ad acta gelegt.

Keine Umwidmung

Auch eine Volksbefragung gab es bereits – 96,5 Prozent stimmten gegen eine Umwidmung in Bauland. Die sei, heißt es im Büro von VP-Bürgermeister Siegfried Nagl auch jetzt kein Thema: „Im neuen Flächenwidmungsplan ist die Fläche als Freiland ausgewiesen. Für eine Umwidmung in Bauland bräuchte es eine Zweidrittelmehrheit.“

Die gibt es nicht; zumindest derzeit nicht. Nagl hat zudem nicht die Absicht eine Umwidmung anzuregen; zumindest derzeit nicht. Wie es allerdings in fünf oder zehn Jahren aussieht, das weiß niemand.

Gerald Richter
Gerald Richter

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