02.03.2018 19:00 |

Niklasdorf

Jetzt wackeln Pläne für Krematorium

Immer größer wird der Widerstand gegen das geplante Krematorium in Niklasdorf. Nun lenkt der Errichter, die Pietätgruppe, ein und überprüft laut dem Leobner Bürgermeister Kurt Wallner (SP) Alternativen: entweder einen anderen Standort oder eine Kooperation mit dem bestehenden Krematorium in Knittelfeld. Niklasdorf ist aber noch nicht vom Tisch.

Ein Thema dominierte die Bürgerversammlung Donnerstagabend in Niklasdorf: natürlich die Feuerbestattungspläne, die eine Gruppe von sechs Stadtwerken (Leoben, Bruck, Judenburg, Kapfenberg, Mürzzuschlag, Trofaiach) verfolgt. „Nach dem Florianiprinzip wollen sie das Projekt in unserer Gemeinde umsetzen“, ärgert sich Bürgermeister Johann Marak. Pikanterweise handelt es sich ausschließlich um SPÖ-geführte Gemeinden.

Eine Bürgerinitiative leistet seit Monaten Widerstand und hat laut Sprecherin Ulrike Streitmayer bereits etwa 3400 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt. Das Hauptargument ist die Vorbelastung des Orts durch die Müllverbrennungsanlage. „Beim Quecksilber sind wir schon im roten Bereich, die Werte würden durch das Krematorium noch weiter steigen“, meint Streitmayer. Viel Unterstützung kommt auch aus der Nachbargemeinde Proleb.

Gespräche haben in letzter Zeit die Lage etwas entspannt, nun prüft die Pietätgruppe Alternativen. So soll es im Krematorium in Knittelfeld ja noch ausreichend freie Kapazitäten geben.

Für Ende März sind weitere Gespräche vereinbart. Bis dahin gibt es laut Streitmayer keine größeren Protestaktionen. Das kann sich aber rasch ändern: „Wir sind wachsam.“

Jakob Traby
Jakob Traby

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