Di, 19. Juni 2018

Weizer Schafbauern

17.02.2018 20:35

Mit Määäähhh zum Erfolg

Wahnsinn, wie die Weizer Schafbauern sich gemausert haben! Von einem Zusammenschluss weniger Landwirte zum international preisgekrönten Produzenten auf Erlebnisschiene mit hohen Werten.

40 Schafbauern waren es, die sich im Jahr 1995 zu einer kleinen Einheit zusammengetan haben. Heute sind es 300 Betriebe, die unter der Dachmarke Weizer Schafbauern bestens aufgestellt sind! Produziert wird vom Allerfeinsten, Käse, vom Frischkäse bis zum köstlichen in Chiliöl, Camembert, Butter, Joghurt, Aufstriche, geräucherte Schnittkäse. „Wir haben bereits eine internationale Auszeichnung dafür bekommen“, ist Geschäftsführer Josef Fuchs zu Recht stolz. „Unter 3000 eingereichten Käsesorten hat unser ,würziges Schaf’ Supergold geholt, ist unter die ersten 16 gekommen. Sowas motiviert!“

Ende des Vorjahres bezog man in Mitterdorf an der Raab bei Weiz (Obergreith 70) die neue Produktionsstätte, und die gibt einiges her. Gäste können sich im Erlebnisbereich und der Schaukäserei mit Käse auseinandersetzen. Beim Drehen am Glücksrad mit coolen Fragen, durch die Bullaugen (Käselöcher!) kann man bei der Fertigung zuschauen, selber seiner eigenen Käse mit Gewürzen und Kräutern kreieren. „Das kommt richtig gut an“, sagt der Herr Fuchs. „Seit Oktober haben das bereits 1000 Besucher genutzt.“ Die Verkaufsstätte ist gleich nebenan – und wollig warme Wollsocken, Seifen, Fleisch, Decken, gefilzte Figuren sind gern gekaufte Produkte.

Josef Fuchs hält die Zügel, das merkt man sofort, fest in der Hand und ist auch nicht bereit, auch nur einen Millimeter von den Prinzipien abzurücken. „Manches ist für uns einfach nicht optional“, so der Chef. So hat Massentierhaltung keine Chance bei dem Oststeirer, „im Schnitt haben Fleischbetriebe bei uns 25 Tiere. Als ein Bauer auf viel mehr aufgestockt hat, musste er aus der Gemeinschaft, Massentierhaltung gibt es bei uns nicht!“ Regionalität ist ein weiteres Thema, „wir bleiben unter uns, nicht ein Bauer ist weiter weg als 18 Kilometer“. Nachhaltigkeit wird großgeschrieben. Und Qualität riesig, „da lassen wir nichts dran rütteln. So ein Unternehmen besteht nur bei bester und gleichbleibend bester Qualität.“ Die, das betont er auch, ihren Preis hat. „Anders könnten wir den Standard nicht halten. Unser Konsument ist einer, der auf Qualität setzt, dem Tierschutz wichtig ist, der Feines aus der Heimat schätzt.“ Der „billige Jakob“ findet hier gar nichts.

Natürlich muss sie von der „Krone“ auch kommen, die Frage nach dem Schlachten. „Das passiert hier in Weiz, ohne lange Transportwege und so tierschonend wie möglich.“ Und Schächten? „Gibt es bei uns nicht! Das entspricht weder dem Tierschutzgesetz noch unserer Kultur noch unserer Philosophie.“ Wenn ein Kunde unbedingt wollte, dann dürfte er beim Schlachten anwesend sein, „aber das passiert ausnahmslos nur nach tierärztlicher Betäubung“. Die Weizer Schafbauern würden auch intensiv aufgeklärt, dass Schächten illegal sei, „wenn jemand Schafe zu dem Zweck verkauft, wollen wir ihn nicht, der würde ausgeschlossen.“

Fuchs lässt bei Qualität nicht mit sich spaßen – und seine Produkte – die es in Greith, im Grazer Stadtbauernhof und Supermärkten, außer Hofer, gibt – sind hervorragend. Vielleicht mal vor Ort anschauen! Die Homepage: www.mähh.at

Christa Bluemel
Christa Bluemel

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