Paradoxe Situation

Ungar darf keinen Job annehmen

Steiermark
25.09.2009 09:11
Der Deutschlandsberger Wirt Hubert Leitinger (rechts im Bild) versteht die Welt nicht mehr. Er sucht einen neuen Koch – aber sein "Favorit" darf nicht bei ihm arbeiten! "Auf der einen Seite gibt es so viele Arbeitslose wie nie. Und andererseits darf ein Ungar nicht bei mir anfangen, obwohl er hier Arbeitslosengeld bezieht."

Verständnislos schüttelt Hubert Leitinger den Kopf. Seit geraumer Zeit sucht er für seine Leibenfelder Stub'n einen Koch. Leider ohne Erfolg. "Vier Köche sind mir vom Arbeitsmarktservice zugewiesen worden – erschienen ist kein einziger, um sich bei mir vorzustellen!"

Seit sechs Jahren in Österreich
Umso überraschter war Leitinger, als sich eines Tages ein arbeitswilliger Ungar bei ihm meldete. Szabolcs Erdösi (32, links im Bild) lebt seit sechs Jahren in Österreich, doch hier arbeiten darf er nicht. Der AMS-Regionalbeirat hatte in einem Verfahren die Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung nicht einhellig befürwortet. 

"Die Situation ist einfach paradox. Da will jemand arbeiten und darf nicht. Obwohl er vom Staat Arbeitslosengeld bezieht", ärgert sich der Gastwirt im "Steirerkrone"-Gespräch.

von Josef Fürbass, "Steirerkrone"

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