Kahlschlag bei ÖBB

Pendler proben den Aufstand

Steiermark
23.09.2009 14:49
In der Steiermark formiert sich massiver Widerstand gegen die geplante ÖBB-Schließungswelle: Nicht nur Regionalbahnen sollen eingestellt, sondern auch die Direktverbindung Graz – Linz gestrichen werden. "Das lassen wir uns nicht gefallen!", kündigt Pendlerchef Franz Gosch erste Protestaktionen an.

Wird die Steiermark in Zukunft aufs Abstellgleis befördert? Die jetzt aufgetauchten ÖBB-Schließungspläne deuten in diese Richtung. Zusätzlich zum Aus für die Gesäusebahn sind jetzt auch die Regionalverbindungen Spielfeld – Bad Radkersburg, Ebensee – Stainach, Fehring – Friedberg und Zeltweg – St. Paul in Gefahr.

"Über uns wird drübergefahren"
Am Mittwoch dementierten die ÖBB zwar heftig, dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack. Unzählige Pendler wären betroffen, ärgert sich der Chef der steirischen Pendlerinitiative, Franz Gosch, im "Steirerkrone"-Gespräch: "Ein Wahnsinn, über uns wird einfach drübergefahren!"

Öfters umsteigen und längere Wartezeiten
Ein besonders großer Dorn im Auge ist ihm aber die mögliche – per 13. Dezember wirksam werdende – Streichung der Direktverbindung von Graz nach Linz (um 6.55 bzw. 9.48 Uhr und retour um 18.10 bzw. 21.05 Uhr). "Für die Fahrgäste bedeutet dies mehrmals umsteigen und bis zu 60 Minuten längere Wartezeit."

Massiver Widerstand angekündigt
Gehe der Kahlschlag durch, könnten die ÖBB am Bahnhof bald nur noch Einkaufszentren betreiben – und das lasse man sich nicht gefallen. "Es wird massiven Widerstand geben. Alle Eskalationsstufen sind möglich!", droht Franz Gosch.

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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