Zwölf Verdächtigen konnte vorläufig strafrechtlich Relevantes nicht einwandfrei nachgewiesen werden. So wurden beispielsweise Hotelzugänge ins Internet genutzt, bei denen nicht zweifelsfrei bestimmbar war, wer sich zu den illegalen Inhalten Zugang verschafft hatte.
471 IP-Adressen in Österreich
Bereits im Jänner 2008 war die brasilianische Internetseite ausgeforscht und observiert worden. "Im Rahmen der Operation konnten allein in Österreich 471 IP-Adressen durch die Ermittlungstätigkeit des Bundeskriminalamts identifiziert und zugeordnet werden", so Ewald Ebner, Leiter des Büros für Kapital- und Sittlichkeitsdelikte im Bundeskriminalamt. "Es hat sich gezeigt, dass viele der Verdächtigen mehrere IP-Adressen verwendeten."
Vom Physiker bis zum Rechtsanwalt
Bei 39 Hausdurchsuchungen wurden insgesamt etwa 33 Terabyte an einschlägigem Material sichergestellt. Die Erhebungen erstreckten sich über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Jahren von Anfang 2008 bis Mai 2009. Unter den 43 Verdächtigen befanden sich unter anderem zwei Rechtsanwälte, ein Physiker, ein Techniker, acht Angestellte und zwei Arbeitslose. Bei fünf Männern handelt es sich um Wiederholungstäter. 14 stammten aus Wien, acht aus Niederösterreich und sechs aus Oberösterreich. Vier Personen wurden in der Steiermark ausgeforscht und je drei in Kärnten, Salzburg und Vorarlberg. Zwei Verdächtige stammen aus Tirol.
Erst im März 935 Verdächtige ausgeforscht
Bei einer Aktion im März dieses Jahres waren beim bisher größten Schlag gegen die Kinderpornografie 935 verdächtige Personen in Österreich ausgeforscht worden. Die Ermittlungen gingen damals von einer kroatischen Internet-Seite aus.
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