Rennen verloren, Titel gewonnen! So süß hat dem YART-Team eine Niederlage noch nie geschmeckt. Beim 24-Stunden-Rennen in Magny Cours gab's für das Motorrad-Langstrecken-Gespann nur Rang 14 – aber das war am Sonntag völlig egal. Der einzige Konkurrent um den WM-Titel tuckerte weit hinterher, daher floss beim YART-Trio Gwen Giabbani (Fr), Steve Martin (Aus) und Igor Jerman ab Nachmittag reichlich Sekt. Wobei Bier in diesem speziellen Fall wohl besser passt.
WM-Shirts waren längst gedruckt
Teamchef Mandy Kainz ("Ein Traum – keiner hat uns jemals den Titel zugetraut") nahm gleich 150 Liter mit nach Frankreich. Der Steirer war sich seiner Sache absolut sicher, ließ am Motorrad vergoldete Felgen montieren und Champion-Shirts drucken. "Das Rennen ist keineswegs perfekt gewesen, daher ist die Freude umso größer", jubelte Kainz, der in der Nacht Blut und Wasser schwitzte. Erst löste sich eine Schraube im Motorblock, danach ging die Batterie zum Teufel und der Motor begann zu stottern.
Grünes Licht für Lauf am ehemaligen A1-Ring
Keineswegs gestammelt hat Kainz bei den Siegerinterviews – und bei der Frage nach den Zielen 2010. "Den Titel verteidigen – alles andere ist uninteressant." Umso spannender könnte dafür das Thema Spielberg werden. Der internationale Verband gab grünes Licht für einen Lauf am ehemaligen A1-Ring. "Als regierender Weltmeister in der Heimat fahren zu können – das wäre das Höchste der Gefühle", schwärmt Kainz, der sich mit seinem Team nach vier Podestplätzen (je zwei Mal Zweiter und Dritter) nun endlich den Gesamtsieg sicherte.
von Helmut Ohner, Alex Petritsch ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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