Die 54-jährige kümmert sich auf einem Areal von 1.130 Quadratmetern um 300 Katzen. "Sie sind freilebend, aber sie kommen auch ins Haus", schilderte die Angeklagte. "Manchmal schlafen 20 Katzen in meinem Bett", beschrieb sie die "Tier-Idylle".
350 Euro pro Woche für Futter
Sie betreibt eine Art privates Katzen-Asyl, wobei allein die Kosten für das Futter ihr Budget bei Weitem übersteigen - betragen diese doch 350 Euro pro Woche. Sie selbst bekommt rund 600 Euro Arbeitslosengeld und ist auf Spenden von Tierfreunden und Zuschüsse von ihrem Ex-Mann angewiesen.
"Ich kenne alle mit Namen"
Da sie kaum mit dem Geld auskam, blieb die Beschuldigte über sieben Jahre hinweg der Tierärztin immer wieder Geld schuldig. "Ist es nicht übertrieben, 300 Katzen zu halten?", fragte Richter Karl Buchgraber. "Nein, sie lieben mich ja auch. Ich kenne alle mit Namen", erklärte die Frau. Außerdem versuche sie ja, keine neuen Tiere mehr zu nehmen und nur die vorhandenen zu pflegen. "Trotzdem sind sie dann ja über 70, bis die letzte Katze tot ist", gab der Richter zu bedenken.
Knapp einer Freiheitsstrafe entgangen
Weil die Angeklagte bereits vier Vorstrafen hat, rettete sie nur die sofortige Wiedergutmachung eines Teils der Schulden vor dem Gefängnis. Sie wurde - nicht rechtskräftig - zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt.
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