Mo, 23. Juli 2018

Grausame Tat

04.01.2018 08:06

Acht Welpen in Bananenschachtel ausgesetzt

"Das Jahr beginnt für Tiere schon katastrophal", schüttelt Jürgen Stadler, Sprecher der "Pfotenhilfe Lochen", den Kopf. Am 29. Dezember wurden in der Stadt Salzburg neun Katzen samt Nachwuchs in einem Karton neben Mülltonnen ausgesetzt, am 2. Jänner acht Hundewelpen in Rohr im Kremstal. Die Vierbeiner sind erst geschätzte vier Wochen jung und wurden einfach in einer Bananenschachtel neben dem Müll zurückgelassen.

In beiden Fällen hatten die Tiere großes Glück im Unglück, dass sie rechtzeitig gefunden und zur "Pfotenhilfe" gebracht worden waren, wo sich Geschäftsführerin Johanna Stadler persönlich um sie kümmert. Der herzlose Besitzer hat die Hundewelpen viel zu früh von der Mutter getrennt, weswegen sie nicht nur viel Liebe, Wärme und Geborgenheit brauchen sondern auch mit dem Fläschchen gefüttert werden müssen.

"Dieses Jahr ist es besonders arg"
Stadler entsetzt: "Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist für die Tiere immer furchtbar, aber diesmal war es besonders arg. Seit dem 24.12. sind fünf davongelaufene Hunde und insgesamt 14 ausgesetzte beziehungsweise abgegebene Katzen auf unserem Tierschutzhof angekommen. Und heute als trauriger Höhepunkt noch diese acht ausgesetzten Hundebabys, die sehr ängstlich sind. Ich verstehe nicht wie man so verantwortungslos sein und solch hilflose Babys einfach aussetzen kann. Wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt worden wären, hätte das ihr sicheres Todesurteil durch Erfrieren oder Verhungern bedeutet."

Tierschutzverein bereitet Anzeige vor
Die Tierschutzorganisation "Pfotenhilfe" bereitet nun Anzeigen gegen Unbekannt vor - wegen Tierquälerei gemäß Strafgesetzbuch §222. Dieser sieht für das Aussetzen von Tieren, die nicht fähig sind in der Freiheit zu leben, eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

 krone.at
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