Hunderte steirische Kleinwasserkraftwerke stauen Wasser auf, leiten einen Teil davon ab, um mittels Turbinen Strom zu erzeugen. Möglichst viel Restwasser sollte eigentlich nach dem Wehr ins Fluss- beziehungsweise Bachbett abgeleitet werden. Eine Überprüfung durch Umweltanwältin Pöllinger hat jetzt aber zutage gefördert, dass das oft nicht geschieht.
Jedes zweite Kraftwerk beanstandet
Pöllinger: "Wir haben stichprobenartig 26 Kleinwasserkraftwerke überprüft. 75 Prozent haben zu wenig oder gar kein Restwasser zurück in den Fluss geleitet. Nach unserer Beanstandung und einer zweiten Überprüfung waren ist es immer noch 50 Prozent."
Zu wenig Überprüfungen
Für die Tier- und Pflanzenwelt sei das eine Katastrophe. Pöllinger: "Betroffen sind vor allem Wasserkraftwerke in den Bezirken Liezen, Judenburg und Murau. Es gibt klare gesetzliche Vorschriften, aber die Bezirkshauptmannschaften haben nicht genügend Personal, um alles zu überprüfen."
Anzeigen für Kraftwerkbetreiber
Zwei Betreiber wurden jetzt angezeigt - weitere sollen folgen. Eine Überprüfung ergab: Viele Kraftwerksbetreiber leiten zu wenig Restwasser zurück ins Flussbett.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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