Stellvertretend für viele Bürgermeister klagt Franz Macher aus Gössendorf: "Bei uns war noch nicht einmal ein Versicherungsvertreter, um sich die Schäden anzuschauen. Allein die Straßensanierungen kosten uns 60.000 Euro. Besonders betroffen waren leider auch Familien in Neubauten - dort wurden Keller zwei Meter hoch überflutet." Insgesamt standen in Gössendorf 150 Keller unter Wasser.
Sparen in anderen Bereichen angesagt
Die Gemeinden müssen jetzt bei bereits geplanten Projekten den Sparstift zücken. Gemeindebundpräsident Erwin Dirnberger: "Bundesweit müssen Projekte um 80 Millionen Euro aufgeschoben oder gestrichen werden; ein Gutteil davon in der Steiermark." Neben den Gemeinden in Graz-Umgebung wurden in der Steiermark speziell die Bezirke Feldbach und Deutschlandsberg von Unwettern heimgesucht.
Graz nicht versichert
Graz kam glimpflicher davon: Die Schäden in zwei Schulen betragen nur 30.000 Euro. Versichert ist man gegen Katastrophen nicht - Finanzstadtrat Gerhard Rüsch: "Die wirtschaftliche Prüfung ergab, dass die Prämienleistungen in keinem Verhältnis zu bislang aufgetretenen Schäden stehen."
von Barbara Winkler und Gerald Richter, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.