Der Grazer Vorschlag hatte österreichweit enormes mediales Echo ausgelöst: Der Pfarrer als Briefträger – das war für die einen reizvoll, für andere wiederum ehrenrührig. Anfangs zeigte man sich bei der Post begeistert und kündigte an, "die Kirche heiß umwerben zu wollen".
Keinerlei Rückmeldungen
Doch aus all dem ist jetzt nichts geworden. Nach drei Monaten Warterei gibt die Diözese Graz-Seckau "w.o.". Sprecher Georg Plank zur "Steirerkrone": "Es gab leider keinerlei Rückmeldungen über konkrete Kooperationen zwischen einzelnen Pfarren und der Österreichischen Post AG."
Da das "gelbe Unternehmen" bis dato beim Wirtschaftsdirektor der Diözese nicht vorstellig geworden sei, gehe man davon aus, dass in den steirischen Ortschaften kein Bedarf bestehe. "Eine Postpartnerschaft wäre für uns ja nur in Frage gekommen, wenn sich kein anderes Geschäft beworben hätte", betont Georg Plank.
Diözese weiter für Gespräche offen
Nach dem Motto "Aufgeben tut man nur einen Brief" haben die Geistlichen aber noch nicht resigniert. Plank: "Die Diözese möchte mit ihrem seelsorgerischen Netz weiter mithelfen, die fürs Gemeinwohl nötige Infrastruktur zu sichern. Wir sind für Kooperationsgespräche in jede Richtung offen."
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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