So, 22. Juli 2018

Aus mit Lärm

05.05.2009 10:17

Motocross-Rennen in Zerlach gestoppt

Im oststeirischen Zerlach ist über Jahre hinweg der Haussegen schief gehangen. Anrainerbeschwerden häuften sich, weil der örtliche Motorsportverein mit Motocrossmaschinen oder Quads in freier Natur trainierte. Und das völlig legal. Denn: Das Geländefahrzeuggesetz galt in diesem Fall nicht. Nun greift das Land per Erlass ein.

Seit 2005 ließ der Zerlacher Motorsportverein in freier Natur die Motoren heulen und bretterte mit Motocrossmaschinen, Enduros oder vierrädrigen Quads über das Gelände. Ein Problem war das nur für Anrainer, die sich über den Lärm beschwerten.

Gesetzeslücke ausgenutzt
Rechtlich gab es kein Nachspiel, weil das Geländefahrzeuggesetz in diesem Fall nicht zur Anwendung kam. Denn: Ein Passus darin besagt, dass das Gesetz nicht gilt, wenn das Trainingsareal eingezäunt ist. Und auf dem Zerlacher Grundstück gab es eine solche Absperrung.

Lösung ist auf dem Tisch
Der Bezirkshauptmannschaft waren die Hände gebunden, obwohl dieses Gesetzeslücke für Unfrieden in der Bevölkerung sorgte. Jetzt ist alles anders, eine Lösung ist auf dem Tisch! Per Erlass legte die Naturschutzabteilung des Landes nun fest, dass auch eingezäunte Gebiete als "freies Gelände" gelten.

Und da kommt das Geländefahrzeuggesetz erstmals ins Spiel. "Jetzt müssen die Organisatoren um eine Betriebsgenehmigung bei der Behörde ansuchen", freut sich die Grüne Marianne Müller-Triebl. "Die Hartnäckigkeit der Gegner hat sich doch ausgezahlt, die Vernunft hat gesiegt!" Per Erlass stoppt die Naturschutzabteilung des Landes nun die Motocross-Rennen in Zerlach (hier ein Symbolbild). Ab jetzt braucht man eine Bewilligung.

von Jörg Schwaiger, "Steirerkrone"

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