Der weiß-grünen Wirtschaft droht einmal mehr Ungemach: Weil die Krise mit unverminderter Härte wütet (Firmenpleiten, Kurzarbeit), fahnden viele Steirer nach diversen Einsparungsmöglichkeiten. Und eine haben sie offenbar in der Schwarzarbeit gefunden.
Enormer Anstieg an Fällen
Experten rechnen heuer mit einem enormen Anstieg bei entsprechenden Fällen: Laut Wirtschaftskammer könnten in unserem Bundesland mehr als drei Milliarden Euro (!) am Finanzamt vorbeigeschleust werden.
"Schwarze Schafe gibt's überall"
Österreichweit dürfte der durch Pfusch erzielte Umsatz bei stolzen 20,5 Milliarden Euro liegen. Besonders gefährdet sind jene Branchen, in denen Arbeitskräfte nur temporär benötigt werden: also das Bau- und Gastgewerbe. Anfällig sind neuerdings aber auch Friseure und Masseure. Alexander Pongratz von der Bauinnung: "Schwarze Schafe gibt's eben überall."
Das "Steirerkrone"-Interview mit Bauinnungs-Chef Pongratz findest du in der Infobox!
Warum die Schattenwirtschaft aktuell blüht, ist schnell erklärt: Häuslbauer wollen sich die Mehrwertsteuer sparen, Beschäftigungslose oder Kurzarbeiter etwas dazuverdienen.
Kontrollbehörde ständig auf Streife
Die Angst, "aufzufliegen", sitzt ihnen aber im Nacken: Die Kontrollbehörde KIAB ist ständig auf Streife; allein im ersten Halbjahr 2008 wurden 1.800 steirische Betriebe unter die Lupe genommen und 580 illegal beschäftige Ausländer aufgegriffen.
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
Symbolbild
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