In Donawitz sind 250 Mitarbeiter bereits seit Anfang März in Kurzarbeit, Anfang April folgen ihnen 263 Mitarbeiter in Bruck nach. Bisher konnten Produktionseinschränkungen durch den drastischen Bedarfsrückgang durch Abbau von Zeitguthaben und Resturlauben kompensiert werden, erklärte das Unternehmen.
Drastischer Bedarfsrückgang
Da jedoch in den nächsten Monaten mit keiner deutlichen Bedarfserholung zu rechnen ist und auch der Lagerabbau in den Wertschöpfungsketten aller Kundensegmente noch nicht abgeschlossen sei, habe man die mit 31. Juli befristete Maßnahme ergreifen müssen.
Die Voestalpine Austria Draht GmbH zählt zu den europäischen Marktführern im Drahtbereich und produziert in ihrer Drahtzieherei in Bruck gezogene Qualitätsdrähte und Spannbetonstähle. Der Kundenkreis für gezogene Drähte ist insbesondere in der Autozulieferindustrie sowie in der Befestigungstechnik angesiedelt, jene Bereiche also, die von der seit dem vierten Quartal 2008 eingetretenen krisenhaften Entwicklung besonders stark betroffen sind.
In Bruck drei Viertel der Mitarbeiter betroffen
Am Standort Bruck sind drei Viertel der Mitarbeiter betroffen. Ihre Arbeitszeit wird um durchschnittlich 30 Prozent reduziert, bei um maximal zehn Prozent verminderten Bezügen. An den weiteren Standorten der Gesellschaft, der Drahtstraße in Donawitz, sind seit 1. März alle 250 Dienstnehmer in Kurzarbeit, in der Zieherei in Finsterwalde/Deutschland sind alle 160 Dienstnehmer bereits seit Ende 2008 in Kurzarbeit.
Steiermarkweit 919 Mitarbeiter in Kurzarbeit
In der Steiermark sind mit dieser Maßnahme gemeinsam mit Böhler Bleche in Mürzzuschlag insgesamt 919 Mitarbeiter der Voestalpine in Kurzarbeit. Österreichweit sind mittlerweile über 6.000 Arbeitnehmer betroffen, im Gesamtkonzern mehr als 8.100.
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