Die dürren Worte können die triste Situation nicht wirklich beschreiben: "Mit einem Anstieg von 29,7 Prozent (+11.334 Personen) messen wir in der Steiermark den höchsten Zuwachs der Arbeitslosigkeit seit Beginn der EDV-Aufzeichnungen im Jahr 1987", lässt das AMS wissen.
Besonders bitter und dramatisch der Anstieg bei Jugendlichen unter 25 Jahren mit unfassbaren plus 44 Prozent (2.359 Menschen).
Branchenspezifisch sind es die Bauberufe (plus 30,6 Prozent), Hilfsarbeiter (plus 42,2 Prozent) und die Metall/Elektroberufe (plus 64 Prozent), die am stärksten betroffen sind.
Mit plus 44 und plus 40 Prozent sind dann die Bezirke Voitsberg und Deutschlandsberg an erster Stelle zu nennen, die Landeshauptstadt folgt aber schon auf Platz drei mit plus 26 Prozent. In absoluten Zahlen sind das allein in Graz genau 3.219, die im Februar ihren Arbeitsplatz verloren haben.
Zusätzliche Mittel
Herta Kindermann-Wlasak, Vize-Chefin des AMS, beschönigt in ihrer Erstanalyse nichts: "Die Steiermark gehört zu den hauptbetroffenen Ländern der gegenwärtigen Beschäftigungskrise." Das einzig Gute an der Krise: Es wird zusätzliche Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik geben; sprich zur Kurzarbeit, werden Qualifizierungsmaßnahmen kommen...
Übrigens: Insgesamt befinden sich mehr als 57.000 Steirer in Schulungsmaßnahmen; die schönen wenigstens die Arbeitslosenstatistik.
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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