Der Angeklagte hat in Italien bereits ein paar Vorstrafen. "Ich habe ein bisschen gestohlen", erklärte er dem Gericht. Heuer im Oktober bezahlte er in zwei Geschäften im oststeirischen Gleisdorf mit gefälschten 50-Euro-Scheinen. Im ersten Fall klappte es, da bekam er beim Einkauf von Taschentüchern rund 48 - echte - Euro heraus. Als er im zweiten Geschäft bezahlte, bemerkte die Verkäuferin gleich, dass mit dem Geld etwas nicht stimmte. "Es hat sich angegriffen wie normales Papier, wie zwei zusammengeklebte Kopien", schilderte die Kassierin.
Plötzliches Geständnis
Bisher hatte der Beschuldigte immer geleugnet, mit den Scheinen etwas zu tun zu haben. Nach einem eindringlichen Gespräch mit seinem Verteidiger im Verhandlungssaal gestand er plötzlich alles. "Woher haben Sie das Falschgeld?", wollte Richter Martin Wolf wissen. "Aus Italien, ich habe es für Arbeit auf einer Baustelle als Lohn bekommen", schilderte er. "Das ist eine gute Geschichte", meinte der Richter eher unbeeindruckt.
"Kann ich nicht zu Weihnachten nach Rumänien fahren?"
Der 30-Jährige wurde zu sieben Monaten Haft, davon zwei unbedingt, verurteilt. Durch die Untersuchungshaft muss er noch bis Ende Dezember im Gefängnis bleiben. "Kann ich nicht schon zu Weihnachten nach Rumänien fahren?", bat der Angeklagte. "Das hätten Sie sich früher überlegen müssen", so der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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