Nach 3:1-Erfolg

“Wintermärchen” der “Falken” ist schon perfekt

Steiermark
09.12.2008 17:18
"Nach unserem Sommermärchen mit dem Bundesligaaufstieg ist nun auch das Wintermärchen perfekt", strahlte Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch nach dem 3:1 im Sechs-Punkte-Spiel gegen Mattersburg, "dass wir als Achter überwintern, ist eine echte Genugtuung für einen abgestempelten Absteiger!" Am Samstag in Ried versuchen die "Falken" ihren Fünf-Punkte-Polster zu vergrößern - schon vor der Winterpause aber ist Gregoritsch vom Klassenerhalt überzeugt. Und was tut sich in Graz? Sturm startet mit neuen Testpiloten in die letzte Woche vor der Pause - siehe Storyende!

In der Psychoschlacht im Kellerkampf gegen Mattersburg haben Kapfenbergs Taboga & Co. ihre Bundesligaqualität unterstrichen - "die Mannschaft ist in der Liga angekommen", lobt Gregoritsch - und erklärt, warum KSV in der Liga bleiben wird:

Die Entwicklung: Nach nur fünf Punkten in den ersten elf Runden gab's mit 13 Zählern in den letzten zehn Runden eine Aufwärtstendenz gegenüber Altach (10) und Mattersburg (4). "Die Spieler haben sich an die Liga angepasst. Gegen Mattersburg spielten zuletzt neun Mann, die im Vorjahr in der zweiten Liga waren. Die lernen - und trauen sich von Spiel zu Spiel mehr zu."

Die Altersstruktur: 17 Spieler im erweiterten 31-Mann-Kader sind unter 26 Jahren. "Da ist noch lange nicht alles ausgereizt. Und wir machen enorm viel für die Fitness. Das machte sich auf den tiefen Böden und mit der Fortdauer der Saison auch bezahlt."

Einstellung: "Bei uns werden Spieler nach Charakter ausgesucht: 50 Prozent Charakter, 50 Prozent Talent. Dass die Mannschaft dazuzahlt, um sich im Camp in Tatzmannsdorf zu verbessern, sagt alles. Und vom Präsidenten bis zum Platzwart hat uns die Krise vor eineinhalb Jahren, als wir faktisch in die Regionalliga abgestiegen sind, eng zusammengeschweißt. Der Idealismus im Klub ist grenzenlos."

Pech aufgebraucht: "Mehr Pech, als wir mit den Serienverletzungen hatten, geht nicht. Was das Comeback von Leitwolf Fukal bewegt hat, ist offensichtlich - im Frühjahr kommen mit Akoto, Rauscher und Hüttenbrenner weitere gute Leute retour."

Psychologischer Vorteil: "Wir waren immer drauf eingestellt, gegen den Abstieg zu spielen. Einige Konkurrenten nicht. Und bei uns entscheiden nur Präsident und Trainer - und die sind sich praktisch immer einig."

In Ried will Gregoritsch erneut punkten, dann geht's an die Kaderplanung: "Wenn Susko weg will, okay - mit Iencsi plane ich nicht. Siegl und Pejic erhalten im Frühjahr eine neue Chance. Mucki Wieger soll sich nur noch ums Management kümmern." Am Mittwoch kommen Offensivspieler aus Tschechien und der Slowakei zum Test.

Sturm testet vor der Pause
Mit gleich zwei Trainingseinheiten startet Sturm in die letzte Woche vor der Winterpause. Erstmals dabei ist Testpilot Zdenko Baotic, der am Sonntag in Graz eintraf. Coach Franco Foda und Tormanntrainer Kasi Sidorczuk werden sich vom 23-jährigen Torhüter-Hünen (1,92 m, 86 kg) in den nächsten Tagen ein Bild machen. "Ich hab' bislang nur DVDs von ihm gesehen, aber da hab ich mir gedacht, dass könnte er sein", sagt Oliver Kreuzer, der von einem Bekannten den Tipp bekommen hatte.

Zuletzt spielte Baotic beim Osim-Klub Zeljeznicar Sarajevo. "Dort hat's aber finanzielle Differenzen gegeben, deshalb ist er derzeit vereinslos", erzählt Sturms Sportdirektor, der am Sonntag auf Beobachtungstour im Ausland war. Der gebürtige Bosnier, der auch einen kroatischen Pass besitzt, trug 61-Mal den U21-Teamdress und stand bisher dreimal im Kader des A-Teams. Landsmann Samir Muratovic: "Ich kenn ihn nicht so gut, aber Freunde haben mir erzählt, dass er ein sehr guter Tormann sein soll."

von Volker Silli und Burghard Enzinger, "Steirerkrone"

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