"Bäckersterben"

Serie an Pleiten in der Steiermark

Steiermark
03.12.2008 00:38
Eine Serie von Bäckerei-Pleiten wird aus der Steiermark gemeldet. Am Dienstag berichtete der Alpenländische Kreditorenverband von der Konkurseröffnung über die Bäckerei Graf GmbH in Eibiswald mit 43 betroffenen Dienstnehmern, am Montag war das Verfahren über einen Murauer Traditionsbetrieb mit 18 Arbeitnehmern eingeleitet worden. In Summe schlitterten heuer bereits sieben steirische Bäckereien mit zusammen rund 180 Arbeitnehmern in die Insolvenz.

In allen Fällen seien Investitionen mit Fremdmitteln in Verbindung mit durch Konkurrenz und Preiskampf verschlechterter Ertragssituation die Ursachen gewesen, so der AKV. In Bezug auf die verschärfte Marktsituation wurde von den Betroffenen angeführt, dass die Handelsketten in ihren Feinkostabteilungen eigene Backeinheiten zum Aufbacken von Teiglingen installiert hätten. 

Nicht verkauftes Gebäck geht zurück
Würde man dennoch Handelsketten beliefern, sähen die Kommissionsvereinbarungen vor, dass nicht verkauftes Gebäck verpflichtend zurückzunehmen ist.

Etliche Traditionsbetriebe mussten schließen
Unter den heuer geschlossenen Betrieben sind etliche Traditionsbetriebe wie die Backstube des Karl Hager in Murau, die 1790 gegründet und 1940 übernommen worden war, oder die Bäckerei Emil Holper in Weiz, die das regional bekannte "Puch-Brot" erzeugte.

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