2.500 Jobs in Gefahr

Konjunkturpaket für Frächter gefordert!

Steiermark
02.12.2008 10:13
Das steirische Transportgewerbe schlägt Alarm: Weil Aufträge - vor allem aus dem Autozuliefererbereich - ausbleiben, sind bei Frächtern 2.500 Jobs in Gefahr. 200 Mitarbeiter wurden beim AMS zur Kündigung angemeldet. Albert Moder, Obmann der Spediteure in der Wirtschaftskammer, schildert die Lage.
Herr Moder, wie schlecht steht es um das steirische Transportgewerbe?
"Wir sind unter Zugzwang, die Krise trifft die Branche mit voller Wucht. 2.500 Mitarbeiter - das sind 30 Prozent des Personals - müssen um den Job fürchten, es gibt zu wenige Aufträge. Ein Bekannter hat mir erzählt, dass er bisher pro Woche mit fünf Ladungen nach Graz gefahren ist. Jetzt ist es nur noch eine."

In welchem Bereich bricht der Markt so massiv ein? 
"Uns Steirer treffen die Turbulenzen bei Magna natürlich besonders hart. Im Grazer Raum stehen und fallen viele mit dem Autokonzern und den Zulieferfirmen. Bei Frikus etwa hat man 60 Autotransporter abstellen müssen. Man muss sich einmal vergegenwärtigen, was Kurzarbeit bedeutet: Ein Arbeitstag pro Woche fällt weg." 

Erwarten Sie für 2009 Licht am Horizont? 
"2009 wird für alle Branchen hart, vor allem fürs Transportgewerbe. Der Staat ist gefordert, uns vor dem Ruin zu bewahren!" 

Was fordern Sie konkret? 
"Ein Maßnahmenpaket muss dringend her. Die Kfz-Steuer gehört endlich angepasst, auch die Arbeitszeit soll neu geregelt werden. Wichtig wäre auch die Senkung der Mineralölsteuer. Wir haben bislang alle Teuerungen - Mauterhöhung, Spritpreise - schlucken müssen. Aber unser Warnungen wurden einfach ignoriert. Jetzt brauchen wir Unterstützung!"

von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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