Substitol-Händler

Fleißig mit Drogen gedealt und Pension gespart…

Steiermark
19.11.2008 10:40
Als Süchtiger bezieht ein 32-jähriger Wiener bereits seit einem Jahr eine Frühpension von 800 Euro netto im Monat. Das Geld legte er zur Gänze auf ein (für zwei Jahre gesperrtes, mit fünf Prozent verzinstes) Bankkonto, weil er von anderen, illegalen Einkünften bestens lebte. Der Mann wurde nun in Graz als Drogenhändler entlarvt, bei einem Deal in der Glacisstraße auf frischer Tat ertappt - und sitzt nun in U-Haft.

Der Wiener gestand. Seit einem Jahr hatte er auf dem Karlsplatz in Wien insgesamt etwa 5.000 Substitolkapseln (Verkaufswert: 135.000 Euro) erworben, sie nach Graz gebracht und an sechs Subdealer übergeben. Mit dem Erlös leistete sich der 32-Jährige ein sorgenfreies Leben; zuletzt kaufte er um 8.000 Euro ein Auto. Die Pension legte er zur Gänze auf sein Sparkonto...

Altes Leid in Graz
Die steirische Landeshauptstadt werde mit Substitol aus Wien "überschwemmt", wies die Polizei am Montag auf ein bekanntes Problem hin. Nach Schätzungen der Exekutive stammen 90 Prozent des Substitols am Grazer Schwarzmarkt aus der Bundeshauptstadt. Bei der Einvernahme gab der 32-Jährige an, dass in Wien jede gewünschte Menge des Drogenersatzmittels zu bekommen sei.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone" und steirerkrone.at
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