05.11.2008 10:39 |

Anlage gibt's nicht

Ende des Rechtsstreits um "Krebs-Masten"

Über eine Mobilfunk-Sendeanlage in Hausmannstätten gab es seit Jahren wilde Spekulationen. Für Aufsehen sorgte dann eine Studie eines Umweltmediziners, die besagte, dass diese Anlage schuld sei an der signifikant erhöhten Krebsrate von Anrainern. Nur: Dort war nie eine Anlage in Betrieb. Das wurde vor Gericht geklärt...
Mit Pauken und Trompeten war die Studie des Salzburger Umweltmediziners Gerd Oberfeld im Jänner 08 präsentiert worden: Auf 111 Seiten beschäftigte sich die "weltweit einzigartige Fall-Kontroll-Studie, die das Krebsrisiko im Zusammenhang mit einem Mobilfunksender untersucht hat" (Zitat Oberfeld) mit dem Sender in Hausmannstätten. Herausgeber war die steirische Landesregierung, den Steuerzahler kostete das 22.000 Euro!

Nemsic: "Diese Studie ist falsch"
Für Oberfeld war klar, dass die Mobilfunkanlage schuld ist am erhöhten Auftreten an Krebserkrankungen unter den Anrainern. Die "mobilkom austria" lief dagegen Sturm, forderte Oberfeld zum Widerruf auf. Dann zog man vor Gericht. Im Juni fand die erste Verhandlung statt; zu weiteren kommt es nicht mehr. Oberfelds Behauptungen wurden widerlegt. Denn: Eine C-Netz-Sendeanlage existierte an diesem Standort nie. "Diese Studie ist falsch. Sie hat viele Menschen verunsichert", sagt mobilkom-Chef Nemsic. "Jetzt ist bewiesen, dass Mobilfunk als Verursacher der Krebshäufung in Hausmannstätten ausscheidet."

von Michael Jakl, "Steirerkrone"

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