Do, 16. August 2018

China-Milchskandal

04.10.2008 13:09

Melaminspuren - positive Probe in der Steiermark!

Zwei Wochen nach dem Start der Kontrollen von Lebensmitteln aus China wurde erstmals in Österreich eine positive Melaminprobe gezogen. In einem steirischen Chinalokal (unbestätigten Meldungen zufolge in Graz) haben Kontrollore einen Milchshake untersucht - der Grenzwert war überschritten. Das Gesundheitsministerium warnt vor Panikreaktionen.

Der Lokalbesitzer gab an, das Getränk zum Privatnutzen gekauft zu haben. Beim Verkäufer, einem Chinashop in Wien, wurden von der Lebensmittelbehörde keine weiteren Produkte beanstandet. Das betroffene Produkt wurde inzwischen vom Markt genommen.

184 Lebensmittelproben sind bis Donnerstag 8.00 Uhr gezogen worden. Darunter waren unter anderem Schokoladen, Zuckerl, Suppengrundlagen, Backmischungen und Kekse aus China. 107 dieser Tests verliefen unauffällig, bei den restlichen stehen die Ergebnisse noch aus.

Gefahr "nur" für Kinder
"Es wird nicht viel zu finden sein. Die Aktion läuft seit 14 Tagen", meinte Ulrich Herzog, Bereichsleiter Verbrauchergesundheit im Gesundheitsministerium. Für Erwachsene bestehe ohnehin keine Gefahr. Wegen des Milchskandals in China hat die Europäische Kommission ein Importverbot für die Einfuhr von Milchprodukten aus der Volksrepublik erlassen. Nun müssten auch verstärkt Produkte mit geringem Milchanteil wie Schokolade oder Backwaren untersucht werden. Erst wenn das Ergebnis negativ ist, darf die Ware nach Österreich eingeführt werden, erklärte Herzog.

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