Wann und wie die Straßenbefürworter aktiv werden, bespricht man in der Konferenz. Die Marschrichtung ist aber schon jetzt eindeutig: "Die Verkehrssituation im Ennstal ist schlicht untragbar. Wenn nicht bald etwas passiert, kriegt nicht nur die Wirtschaft gröbere Probleme", tritt jetzt Albert Baier, Chef der Planaibahnen, als einer der ersten vor den Vorhang. Im Gespräch mit der "Steirerkrone" geht der Touristiker mit den Gegnern hart ins Gericht: "Das sind allesamt Menschen, die von der Wirtschaft nicht leben müssen. Als Lehrer oder Beamter kann man die heile Welt natürlich leicht verteidigen".
Auch der Liezener Wirtschaftskammer-Obmann Franz Perhab macht sich nun erstmals öffentlich für die "Erreichbarkeit der obersteirischen Region" stark. Laut einer Studie wäre für die Bewohner des Oberen Ennstales Salzburg und Bischofshofen weit leichter anzufahren als die eigene Bezirkshauptstadt. "Die traurige Folge", alarmiert Perhab, "zwei Drittel unserer Leute kaufen bereits jenseits der Landesgrenze ein."
Studie soll Auswirkungen der Trasse untersuchen
Das Land Steiermark lässt in dem schwelenden Konflikt nun Pragmatismus walten: Man kündigt die Erstellung einer Studie an, die die Auswirkungen der umstrittenen Straßenerrichtung auf Lebensqualität, Wirtschaft, Umwelt und Tourismus genau unter die Lupe nehmen soll...
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"
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