Nationalratswahl

Schwarze Landesliste steht endgültig

Steiermark
21.08.2008 15:08
Jetzt steht sie endgültig, die schwarze Landesliste: Hermann Schützenhöfer, ÖVP-Chef, hatte, wie er durchaus launig formuliert, "eine schwierige und sehr unruhige Nacht in Sachen Listenerstellung" hinter sich. Sprich, im Abtäuscheln von Kandidaten auf sicheren Listenplätzen offensichtlich sehr oft mit Parteichef Wilhelm Molterer telefonieren müssen. Die Kommunikationsgesellschaften werden es danken. Und das Ergebnis ist (für die Steiermark) durchaus ansehnlich ...

Auf der Bundesliste konnte, neben der Arbeitsrechtlerin Beatrix Karl, auch noch Thomas Einwallner, Chef der Jungschwarzen, als "Notwendigkeit", festgeschrieben werden. Sprich, die beiden sind, unabhängig vom Wahlergebnis, als Steirer im Parlament. Was immerhin einer Verdoppelung zur Wahl 2006 entspricht ...

Ansonsten gab's keine Überraschungen
Martin Bartenstein ist Spitzenkandidat, Reinhold Lopatka, die Nummer 2. Ebensowenig für eine Partei, die auf Traditionen achtet, sind Bauernbündler Fritz Grillitsch, der aber ohnehin in seinem obersteirischen Wahlkreis zur Nummer 1 gewählt worden war, und ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon gut verankert. Ganz brav erfüllt ist auch die Frauenquote: Knapp 50 Prozent - wie bei den Roten - sind eben an wählbarer Stelle...

Die Botschaft des Parteichefs an sein Klientel: "Laufen, laufen, laufen - und wirklich rennen." So wie zuletzt, da hatte die Volkspartei nach ihrem katastrophalen Ergebnis bei der Landtagswahl ein kleines Plus - 0,3 Prozent - vor der SPÖ über die Ziellinie retten können... 

Auch Vandalen starteten Wahlkampf
Geschmacklos wie immer, doch heuer verhältnismäßig früh, starten die Vandalen in den Wahlkampf. Erstes steirisches Anschlagsziel: Plakatwände der Sozialdemokraten mit Spitzenkandidat Werner Faymann. 

Strafen sind geschmalzen
Diesen und auch potentiellen Schmierfinken - so sie überhaupt des Lesens mächtig sind - ins Stammbuch geschrieben: Die Strafen für Sachbeschädigung und Vandalismus sind geschmalzen, ein paar Tausend Euro kommen schnell zusammen. Anzeige (vorerst noch gegen unbekannt) wurde übrigens bereits erstattet...

Partei-Landesorganisationen verstecken sich gern, wenn's um die Organisation von Großveranstaltungen geht. Ist auch nachvollziehbar: Erstens kosten sie einen Haufen Geld, zweitens sind die personellen Ressourcen, die man dafür braucht, nicht ohne, und drittens ist der Dank meist enden wollend.

Steirer drängen sich bei Parteievents gern vor
Die Steirer sind da offensichtlich anders, warum, das bleibt wohl ein großes Mirakel. Die drängen sich nämlich nachgerade vor, wenn's um solche Parteievents geht. Für die ÖVP (5. September, List-Halle) muss Geschäftsführer Bernhard Rinner tief in die Tasche greifen, Grüne (7. September, Seifenfabrik), das orange BZÖ (30. August, in der Stadthalle) feiern ihren Wahlauftakt in Graz. Dazu macht Toni Vukan für die Landesroten, ebenfalls am 30. August im Schwarzl-Freizeitzentrum vor den Toren der Landeshauptstadt, auf regionaler Ebene für den 28. September mobil ...

"Steiermark inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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