"Strahlen-Gerücht"

Steirische Schwammerl “kaum” verseucht

Steiermark
11.08.2008 00:43
Die Schwammerl-Lizenz auf der Koralm dominiert im heurigen Sommer die Nachrichten (auch das Beerenpflücken ist verboten - siehe Infobox). Lange ließ damit auch das Pilz-Gerücht nicht auf sich warten, wonach die Schwammerl nach wie vor verseucht wären. Die "Krone" fragte nach - und erfuhr Erfreuliches: Grund zur Sorge bestünde schon lange nicht mehr.

Am 26. April 1986 gab es im Atomkraftwerk Tschernobyl eine gewaltige Explosion. Die aufsteigende radioaktive Wolke verseuchte weiträumig die Region und zog - in abgeschwächter Form - auch über Teile Europas hinweg. 

"Die Koralm wurde damals relativ stark in Mitleidenschaft gezogen", weiß Christian Katzlberger von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Wien. Der Grund: Starke Regenfälle gingen nur wenige Tage nach dem Unfall über die weststeirische Region nieder.

Dass man hier die Auswirkungen nach wie vor spüren kann, streitet der Experte nicht ab: "In manchen Pilzsorten, wie etwa dem Maronenröhrling, müssen wir immer wieder erhöhte Werte feststellen." 

"Kein Grund zur Panik"
"Jüngst gezogene Proben fielen negativ aus. Außerdem essen die Steirer nur einige Male im Jahr Wildpilze. Bei diesen Essgewohnheiten kann man davon ausgehen, dass es auch bei fallweisen Überschreitungen zu keinem Gesundheitsrisiko kommt."

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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