Die beiden gebürtigen Bosnierinnen und die 15-jährige Luisyatry G. hatten sich am Freitag von einem Freund mit dem Auto zum Badesee bringen lassen. Es war gegen 16.30 Uhr, als die drei Mädchen in Ufernähe im etwa eineinhalb Meter tiefen Wasser standen. Sie lachten und scherzten - und dann plötzlich lähmendes Entsetzen. Anela dürfte nicht gewusst haben, dass der See im Uferbereich relativ seicht ist, der Grund dann aber abrupt mehrere Meter steil abfällt.
Freundinnen versuchten verzweifelt zu helfen
Sie verlor den Boden unter den Füßen - und geriet in Panik. Ihre beiden Freundinnen versuchten noch verzweifelt, ihr zu helfen. "Ich wollte sie festhalten, aber sie hat so gestrampelt, dass ich nicht in ihre Nähe gekommen bin! Dann ist sie untergegangen, im trüben Wasser habe ich sie nicht mehr gesehen", berichtete Brenda der "Krone". Und: "Dass sie nicht gut schwimmen konnte, hat sie mir ja nie erzählt..."
17-Jährige war zehn Minuten unter Wasser
Der Seebesitzer und Badegäste bargen Anela aus sechs Meter Tiefe, die 17-Jährige dürfte etwa zehn Minuten unter Wasser gewesen sein. Sie konnte vom Notarzt reanimiert werden. Danach wurde sie ins Leobner Spital gebracht und von dort ins Grazer Landeskrankenhaus überstellt, wo sie Samstag früh aber starb.
Ihre Familie wurde vom Kriseninterventions-Team, ihre Freundinnen im Spital psychologisch betreut.
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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