Sechs VIP-Pakete für die Wien-Spiele der Fußball-Euro haben beide Unternehmen gekauft, um wenige, dafür um so bessere Kunden einzuladen. Und jetzt, liebe steirerkrone.at-User, haltet euch fest: 13.900 Euro kostet eines der VIP-Pakete (sieben Spiele inkludiert). Macht zusammen unfassbare 83.400 Euro oder 1.895 Euro, ja du liest richtig, pro Match. Dafür gab's Buffets vom Feinsten und privilegierte Sicht...
Gefährliche Geschenke
Da Preiserhöhung, dort exorbitant teure VIP-Karten, das ist eine Frage der Moral. Aber es gibt einen zusätzlichen Aspekt: Geschenkannahme! Eine Matchkarte um 1.890 Euro, das ist eine Dimension, über die man ein bisserl nachdenken müsste. Für Beamte etwa regelt mittlerweile das Strafgesetzbuch (§ 304) die Annahme von Geschenken. Sogar Haftstrafen droht der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang an...
"Spielberg-Werkl" steht
Die Tuchent wird (wieder einmal) über die Causa Red Bull und Spielberg gezogen. Warum in der Sache so herumgeheimnist wird, kann niemand beantworten. Landesrat Christian Buchmann jedenfalls informierte am Montag die Regierung lediglich darüber, dass die vielen existierenden Verträge zu einem einzigen zusammengefasst wurden. Der liege jetzt bei Red- Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Das Land hofft auf eine baldige Entscheidung, denn das Werkl steht schon wieder (viel) zu lange...
Bartosch als neuer AK-Direktor
Eine ganz besondere Weichenstellung passiert noch diese Woche: Der Präsident der Arbeiterkammer, Walter Rotschädl (seit Freitag übrigens offiziell Spitzenkandidat der Sozialdemokraten für die nächste AK-Wahl), wird dem Vorstand einen neuen Direktor vorschlagen. Wolfgang Bartosch, exzellenter Jurist, im Nebenberuf Vizepräsident des Steirischen Fußballverbandes.
Eine Etage tiefer, um die Position des Vize-Direktors, gab es ein Gerangel, der Präsident hat das jetzt mit ökonomisch wachem Sinn gelöst. Es wird gespart, die Stellvertreter-Funktion wird auf drei Bereichsleiter (Werner Anzenberger, Soziales, Albert Kaufmann, Bildung, Karl Snider, Wirtschaft) aufgeteilt.
Vorgänger Gernot Wolfsgruber, der österreichweit anerkannte Arbeitsrechtler, gleitet nach 13 Jahren an der Spitze der AK langsam in Pension, die er dann wohl in seiner Zweitheimat, dem Ausseerland, verbringen wird. Dort wird der scharfzüngige Kunstfreund dann die Zeit und Muße für seine großen Leidenschaften - Musik und Literatur - finden...
"Steiermark inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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