Handyverbot bleibt

“Kippversuch” gescheitert, in Öffis bleibt es ruhig

Steiermark
10.05.2008 16:16
Selten hat ein Vorstoß gegen Lärm für so viel Lärm gesorgt. Das Aus für Handys in den Grazer Öffis wird weiter heftig diskutiert, am Donnerstag scheiterte das BZÖ mit seinem Versuch, das Verbot zu kippen. Damit herrscht weiterhin Sendepause in Bus und Bim - die "Steirerkrone" hat sich umgehört, was die Grazer dazu sagen.
Auch wenn es schon drei Wochen in Kraft ist (und nach dem gescheiterten BZÖ-Vorstoß auch noch in Zukunft sein wird) - das Handyverbot in der Landeshauptstadt sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Die Befürworter sind sich einig, dass seither der Lärmpegel in den öffentlichen Verkehrsmitteln rapide gesunken ist. Die Gegner hingegen, zumeist "Teenies", sehen eine Entmündigung und ärgern sich über den "Maulkorb", den ihnen Bürgermeister Nagl de facto umgehängt habe.

Die "Steirerkrone" hat sich am Donnerstag in Graz bei zahlreichen Fahrgästen und Bus-Chauffeuren umgehört, wie denn der "Telefon-Bann" angenommen wird. Vor allem die älteren Menschen freuen sich über die "Funkstille" in Bim und Bus.

Pensionist Erich Klein (77): "Ab und zu war's schon richtig unerträglich, weil manche Jugendliche so laut waren."

Unternehmerin Sonja Piber (32) ist wegen "ungebührlichen Verhaltens" kürzlich sogar aus dem Bus geworfen worden: "Ich hab eine Fahrkarte gekauft und dabei telefoniert. Daraufhin hat die Lenkerin gesagt, ich solle sofort auflegen und dann aussteigen."

Und was sagen die Öffi-Fahrer dazu? Der Großteil merkt, dass es zwar leiser geworden ist, viele aber weiterhin zum Telefon greifen. "Es ist durchaus erfreulich, dass man aufeinander jetzt mehr Rücksicht nimmt. Aber ein generelles Handyverbot ist ein großer Schmarrn", protestiert etwa Gudrun Eder (37) von den Grazer Verkehrsbetrieben.

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