Sa, 21. April 2018

Falsche Diagnose?

29.01.2018 09:08

Rechtsstreit nach Todesfall

Tiefe Trauer herrscht nach dem plötzlichen Tod der 41-jährigen Silvia Nowakova aus der Slowakei. Die Frau starb kurz nach einer Behandlung im Landesklinikum Mödling. Diagnose vor Ort war lediglich eine starke Bronchitis, jedoch litt die Patientin an einer schweren Lungenentzündung. Jetzt streiten die Anwälte.

Seit Anfang Dezember litt Silvia Nowakova bereits an einem schweren Husten, als sich der Gesundheitszustand nicht verbesserte, suchte die Frau Hilfe im Landesklinikum Mödling. Sie selbst ging bereits von einer Lungenentzündung aus, doch der behandelnde Arzt bescheinigte nur eine Bronchitis. 15 Tage später ist sie tot. Eltern und Rechtsbeistand sind sich einig, "da muss ein schwerwiegender Fehler unterlaufen sein." Mit einer Klage kämpfen nun die Hinterbliebenen um Schmerzensgeld. Anwältin Fiona-Aurelia List geht von einem organisatorischen Total-Versagen des Krankenhauses aus: "Wir haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eingebracht." Für die Familie der Verstorbenen will sie eine finanzielle Entschädigung erwirken. "Unser vorrangiges Ziel ist eine außergerichtliche Einigung. Lehnen die Verantwortlichen ab, steht uns der Klageweg offen." Ob die "ärztliche Sorgfaltspflicht" gewahrt wurde, müssen nun die Richter entscheiden.

Vonseiten des Klinikums bedauert man diesen Schritt und erklärt: "Die Patientin wurde im Landesklinikum untersucht. Die erhobenen Befunde zeigten keine akute Erkrankung, somit war keine stationäre Aufnahme erforderlich. Wir möchten den Angehörigen nochmals unser aufrichtiges Bedauern aussprechen. Aufklärende Gespräche wurden mit den Verwandten geführt."

Josef Poyer & Alexander Schönherr, Kronen Zeitung

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