Di, 21. November 2017

Am Christkindlmarkt

18.12.2016 15:47

Weihnachtlich glänzet die Glaskugel

Bei der Weihnachtsdekoration scheiden sich die Geister. Je bunter die einen ihren Baum schmücken, umso bodenständiger mögen es die anderen. Am 12 Meter langen Stand von Daniela Hufnagl am Salzburger Christkindlmarkt ist für jeden Geschmack etwas dabei. Nur ein paar Meter weiter gibt es die Gravur oben drauf.

Vor zwei Jahren hat Daniela Hufnagl den Stand der pensionierten Christkindlmarkt-Urgesteine, Familie Feichtinger, übernommen. Die Hütte wurde neu gebaut und die rund 5000 Kugeln und Figuren noch mehr in Szene gesetzt. Genügend Platz ist ja vorhanden, der Stand 7 ist stolze 12 Meter lang. "Uns zeichnen die ausschließlich mundgeblasenen, handbemalten Figuren aus. Von Vogerln, Weihnachtsmännern, Engerln, einem abgefahrenen Griller oder Salzburger in Lederhose ist für Jung und Alt alles dabei", so Hufnagl, die unterm Jahr einen Deko- und Geschenkeladen in Oberndorf betreibt. Aber auch traditionelle Dinge wie Weihrauch, Lametta oder Zuckerlpapier sind erhältlich.

Die Verkaufsschlager sind aber nach wie vor die aufwendigen Glaskugeln. "Sie werden mit dem Mund in Form geblasen, die Kugel geht auf und wird dann erst eingefärbt, um im Nachhinein mit der Hand bemalt zu werden. Die Trendfarben heuer sind ganz klar weiß, silber und blau", weiß die Geschäftsfrau. Profis der Glaskunst fertigen die Ware unter anderem in Thüringen. "Die große Herausforderung für uns ist, dass bei uns am Stand nichts zerbricht und alles gut verpackt wird, damit die Kunden ihren Weihnachtsschmuck heil nach Hause bringen können", hat Hufnagl ihre zwölf Angestellten immer genau im Blick. Das anspruchvollste unter all den Schätzen: Die Spinnenkugel. In das Glas werden Tropfen rein geblasen und die Spinnenfäden in Millimeterarbeit rausgezogen.

Gravur: Liebe Grüße auf dem Mitbringsel
Wer dem Ganzen noch eine individuelle Note verpassen möchte, muss nur ein paar Meter weiter zum Stand 37 gehen. Dort wartet Bruder Martin Baumgartner mit seinem Laser. Graviert wird auf Naturschiefer, Glas, Holz oder Leder. "Das jeweilige Material wird mit Steinöl eingelassen, der Laser nimmt die oberste Schicht weg und so entsteht die Gravur", erklärt die Familie der "Krone". Erstellt werden die Motive am Computer, die im Anschluss auf den Laser übertragen werden. Ganz beliebt bei den Christkindlmarkt-Besuchern sind auch Fotogravuren, beispielsweise mit der Festung darauf abgebildet. Für den guten Zweck werden heuer erstmals Kugeln für das Kinderhospiz Sterntalerhof graviert. Daniela Hufnagl und ihr Ehemann Christian haben an Heilig Abend keinen Baum, da sie bis 26. Dezember am Christkindlmarkt stehen. Aber: "Die schönsten Kugeln werden über den Weihnachtstisch gehängt", freut sich das Paar auf einen besinnlichen Heiligen Abend mit seinen Liebsten.

Sandra Aigner

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