Do, 26. April 2018

Krone-Lokalaugenschein

07.02.2018 14:04

Rodel-EM: „Diese Strecke wird ein Härtetest!“

Die "Krone" machte vor der Heim-EM den Lokalaugenschein auf der Naturbahn in Obdach - Redakteur Christoph Kothgasser schaute dem Rodel-Nationalteam über die Schulter - Selbstversuch inklusive!

Vielleicht“, lachte Tina Unterberger, die beste österreichische Dame im Naturbahn-Zirkus, „kannst dem Scheikl ja noch was beibringen.“

Ich hab’s versucht. Beim „Krone“-Selbstversuch auf der Winterleiten im Doppelsitzer mit dem Rodel-Ass aus Kindberg. Aber dem Scheikl braucht man nichts mehr zu erklären. Der weiß schon, wie der Hase läuft.

Mit zwei Weltcupsiegen (einem sogar hier 2015 auf der Winterleiten) zählt der Obersteirer zu den arriviertesten Fahrern im Weltcup. Mit einem Profi an der Seite ist das Runterkommen auf der EM-Bahn auch für mich als Laie um vieles leichter. Immerhin rasen hier ab Freitag die besten Naturbahnrodler der Welt auf der Jagd nach Edelmetall hinunter. Das ist nichts für Amateure!

„Na, was sagst“, fragte mich Scheikl. „Pickelhart! Da darfst dir keinen Fehler erlauben“, antwortete ich bei Schneefall und eisigen Temperaturen. Die Anzeige zeigte minus acht Grad. Da spürst du die Eiszapfen auf den Zehenspitzen.

„Die Strecke ist ein Härtetest, hat nach den vielen Trainingsfahrten einige Wellen drinnen“, so Scheikl. „Auf die Verantwortlichen wartet eine spannende Woche.“ Da bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. OK-Chef Hubert Götschl wischt den Schweiß von der Stirn: „Ich hab mich eh schon fast einquartiert. Wir rechnen jederzeit mit Neuschnee, müssen die Strecke frei halten.“ Die Rodel-Asse Österreichs kämpfen derweil mit der Zeit, wollen so viele Trainingskilometer wie möglich sammeln.

„Die EM ist unser Highlight“, brennt Scheikl. „Hier will jeder das Maximum rausholen. Und am Ende zuschlagen.“ Scheikl grinst, packt die Rodel und hatscht (ohne Lift) wieder zwölf Minuten zurück zum Starthaus. „Jetzt zählt jede Minute Training.“

Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser

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