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Stromanbieter wechseln und von günstigen Tarifen profitieren

stromanbieter wechsel testDie Anzahl an elektronischen Geräten nimmt in den Haushalten immer weiter zu. Durch allgemein gesunkene Preise, vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten sind mehrere TV-Geräte, Tablets und sonstige Unterhaltungsmedien in den meisten Wohnungen keine Seltenheit mehr. Auch E-Bikes, die aktuell immer mehr an Stellenwert gewinnen, halten in den kommenden Jahren bei vielen Menschen Einzug. Ob nun Spielekonsole oder Fahrrad, eins haben beide Dinge gemeinsam: für den Betrieb benötigen beide Strom. Und der sollte möglichst günstig sein, um gerade bei steigenden Jahresverbräuchen kräftig zu sparen.

Auf dem Markt bieten unzählige Stromanbieter Strom an. Da wird der Strompreisvergleich schnell unübersichtlich. Hier hilft in vielen Fällen ein Vergleich, um den günstigsten Stromanbieter mit den attraktivsten Strompreisen zu finden. Häufig lohnt sich ein Wechsel des Stromanbieters, um einerseits an günstigeren Kilowattstundenpreisen und andererseits sogar noch an Neukundenboni teilzuhaben. Doch hier ist bei vielen Angeboten Vorsicht und genaues Hinsehen geboten, um keine Niete zu ziehen. Ein paar einfache Tipps und Tricks liegen im Folgenden parat, um einen passenden Stromtarif auszusuchen.

Der Stromanbieterwechsel

Bevor der Stromanbieter gewechselt wird, sollte der Verbraucher einen detaillierten Vergleich aller am Markt vorhandenen Angebote durchführen, um so den persönlichen optimalsten Tarif und Energielieferant zu finden. Denn nicht immer die niedrigsten Kilowattstundenpreise garantieren den besten Vertrag. Einige Stromanbieter verlangen von ihren Kunden hohe Vorauszahlungen oder Kautionen, die der Verbraucher im Voraus auf den erwarteten Stromverbrauch leisten muss. Gerät das Energieunternehmen jedoch in eine Insolvenz, sind die bezahlten Beträge in vielen Fällen zu einem Großteil verloren oder müssen über einen langwierigen Prozess wieder eingetrieben werden.

Vorsicht

Daher ist insbesondere bei kleinen oder neuen Stromanbietern besondere Vorsicht geboten, um nicht in eine Kostenfalle zu geraten. Es sollte zu Anfang auch Klärung darüber sein, ob sich der Verbraucher in der Grundversorgung befindet. Hat er aktiv keinen Stromvertrag abgeschlossen, ist er in der Regel in der Grundversorgung der lokalen Energieunternehmen. Befindet sich der Verbraucher zurzeit in der Grundversorgung, kann er diesen jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Hierzu reicht ein Brief, Fax oder E-Mail aus. Die Grundversorgung übernimmt das Energieunternehmen, das vor Ort in ihrem Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom beliefert. Jeder Haushalt hat zudem einen Anspruch auf Grundversorgung.

stromanbieter wechsel vergleichDarüber hinaus locken viele Unternehmen mit Neukundenboni oder Wechselprämien, die auf den ersten Blick sehr verlockend erscheinen und einen dazu verleiten, möglichst schnell einen Vertrag abzuschließen. Aber auch hier ist es sehr empfehlenswert, alle Vertragsdetails im „Kleingedruckten“ zu studieren und mögliche faule Angebote zu identifizieren.

So sollte eindeutig geklärt sein, unter welchen Voraussetzungen der Bonusanspruch erfüllt wird. Gibt es beispielsweise eine Mindestvertragslaufzeit oder darf der Vertrag im ersten Jahr keine Kündigung erfahren? Im letzten Fall wäre der Verbraucher dann beispielsweise mehr als nur ein Jahr an den Vertrag gebunden und müsste gegebenenfalls mit höheren Kosten im Zweitjahr kalkulieren. Ob sich der Tarif inkl. des Bonus noch rechnet, entscheiden Kunden im Einzelfall entschieden. Ein Blick in die Vertragsunterlagen bzw. allgemeinen Geschäftsbedingungen schafft die nötige Klarheit.

Darüber hinaus können Anbieter den Bonus bereits in den Strompreis einrechnen und kommen auf diese Weise auf niedrige Preise. Der Kunde sollte daher unbedingt prüfen, ob bei Stromvergleichen eine entsprechende Vorauswahl bei der Preisansicht getroffen wurde. Denn nur ohne inkludierten Bonus können Stromangebote objektiv miteinander einen Vergleich erhalten und bieten so eine fundierte Grundlage für eine Entscheidung. Gleiches gilt auch, wenn Stromanbieter Sachprämien wie Smartphones, TV-Geräte oder Spielekonsolen zum Vertragsabschluss offerieren. Auch hier sollte ein genauer Blick in die Angebotsunterlagen erfolgen, um alle Haken und Ösen des Vertragswerks zu identifizieren.

Beim neuen Stromanbieter sollte eine möglichst lange Preisgarantie vorliegen, die mindestens so lange wie (Mindest-)Vertragslaufzeit anhält. Auch hier sollte der Verbraucher die entsprechenden Vertragsklauseln genau lesen und den Inhalt möglicher Preisgarantien verinnerlichen. Innerhalb des Zeitraums garantiert der Energielieferant, dass die Preise konstant bleiben. Der Verbraucher kann so viel besser kalkulieren und hat nur über seinen eigenen Stromverbrauch eine variable Komponente für den Strompreis. Wie man am besten Strom spart, dazu gibt es weiter unten noch ein paar grundlegende Hinweise. Preisgarantien sind jedoch auch in einigen Fällen eingeschränkt.

Der Nutzer ist sich daher über die vertraglich fixierte Preisgarantie optimalerweise im Klaren. Darüber hinaus werden zum Teil auch Gebühren der Netznutzung von den Garantien ausgenommen. Erfolgt eine Preiserhöhung sollte der Verbraucher aber in jedem Fall sein Sonderkündigungsrecht prüfen und in Anspruch nehmen, falls der Markt günstigere Angebote bietet, was in der Regel der Fall sein sollte. Verträge gehen in vielen Fällen mit langen Vertragslaufzeiten einher, Verbraucher kalkulieren daher vor Abschluss genau.

Besondere Vorsicht ist darüber hinaus bei Paketpreisen geboten, die den Stromverbrauch im Voraus festhalten. Fällt der tatsächliche Verbrauch dann höher aus, kann dies höhere Kosten nach sich ziehen. Eine etwaige Einsparung wird in der Regel nicht vergütet. Sollte Angebote erfordern daher eine ziemlich genaue Einschätzung des Stromverbrauchs sowie relativ konstante Verhältnisse während des Abrechnungszeitraums.

Vor dem Wechsel

Bevor der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter erfolgt, kann sich der Verbraucher aber noch mit seinem aktuellen Energielieferanten in Verbindung setzten und nach günstigeren bzw. anderen Tarifen erkundigen. Auch hier eröffnet sich in manchen Fällen noch Verhandlungsspielraum, da der gegenwärtige Versorger seine Kunden naturgemäß nicht verlieren will.

Fällt die Entscheidung letztendlich doch für einen neuen Stromanbieter aus, bieten viele Vergleichsportale direkt auf den eigenen Internetseiten entsprechende Formulare und Anträge zum Download an. Häufig übernimmt der neue Anbieter dann auch die Kündigung des alten Belieferungsvertrags, was den Verbrauchern viel Zeit und Aufwand erspart. Der Verbraucher sollte jedoch in den folgenden Fällen die Kündigung selbst übernehmen:

  • Die Kündigungsfrist des bisherigen Vertrags ist sehr kurz
  • Es soll das Sonderkündigungsrecht stattfinden
  • Der Stromanbieter wird aufgrund eines Umzugs gewechselt

Sonderkündigungsrechte bestehen beispielsweise bei Preiserhöhungen und ermöglichen einen schnellen Wechsel des Stromanbieters. Wenn die Preise höher ausfallen, informiert der Lieferant seine Kunden vorab in einer entsprechenden Ankündigung.

stromanbieter wechsel vergleichHier sollte der Verbraucher selbst unter Verweis auf das Sonderkündigungsrecht den bisherigen Vertrag selbst kündigen. Vorsicht ist jedoch bei den Schreiben der Stromanbieter geboten. In einigen Fällen sind die Mitteilungen nicht direkt auf Anhieb als Ankündigungen einer Preiserhöhung erkennbar und lösen keine entsprechende Reaktion in Form einer Sonderkündigung beim Verbraucher an.

Manche Schreiben erwecken sogar den Eindruck eines Werbebriefes und landen in vielen Fällen ungelesen im Hausmüll. Daher sollte jede Korrespondenz des Stromanbieters genau zu lesen sein, um Werbung von Preiserhöhungen klar und eindeutig zu unterscheiden.  Im Zweifel sollte das Unternehmern daher bei undeutlichen und nicht genügen transparenten Schreiben kontaktiert und zum Inhalt des Briefs befragt werden.

Drängt die Zeit und die Kündigung muss relativ zügig beim Alt-Versorger eingehen, ist es auch ratsam den Vertrag selbst zu kündigen. Einige Verträge enthalten nämlich Klauseln, die eine Verlängerung des Vertrags bewirken, wenn nicht bis zu einem bestimmten Datum gekündigt wird. Verpasst der Verbraucher die Kündigungsfrist, verlängert sich der bestehende Vertrag und löst in vielen Fällen negative Konsequenzen aus. 

Umzug

Steht ein Umzug an, sollte der Kunde den Vertrag genau lesen. Die dort enthaltenen Abschnitte zur Umzug regeln das Vertragsverhältnis im Falle eines Umzugs. So gewährt der Vertrag dem Verbraucher zum Beispiel ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Wohnungswechsels und das Vertragsverhältnis endet dadurch. Andere Stromanbieter wiederum können auf Einhaltung des Vertrags bestehen, da sie beispielsweise die Belieferung mit Energie am neuen Wohnort ebenfalls übernehmen können.


Verbraucherzentralen raten dazu, dass der neue Vertrag nicht länger als zwölf Monate dauern sollte. Ab dieser Zeit wird zudem zu einem Vertrag geraten, der dann monatlich gekündigt werden kann. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kann der Verbraucher den Markt erneut sondieren und günstigere Angebote in Anspruch nehmen.

Der neue Vertrag sollte zudem ein Rücktrittsrecht beinhalten, wenn der Anbieterwechsel bzw. die Belieferung mit Strom des neuen Anbieters nicht mit Ablauf einer bestimmten Frist funktioniert. Vor Vertragsschluss kann sich der Verbraucher die Vertragsunterlagen schriftlich zusenden lassen und kann diese dann noch einmal in Ruhe in ausgedruckter Form lesen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit ungünstige oder intransparente Bestandteile zu finden, die möglicherweise negative Folgen nach sich ziehen könnten. 

Bevor der Verbraucher die Vertragsunterlagen unterschrieben an den Stromanbieter zurückschickt ist es ratsam, sich Kopien von allen relevanten Unterlagen zu machen, um die dann mit den finalen Verträgen und Konditionen abzugleichen. Erfolgt der Vertragsschluss online, sind Screenshots eine geeignete Möglichkeit, um den Vertragsschluss zu dokumentieren und wichtige Bestandteile festzuhalten. Durch einen Ausdruck sind diese auch vor Datenverlust geschützt.

Bei den Preisen ist auf Netto- und Bruttowerte, inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer zu achten.


Der Stromanbietervergleich

stromanbieter wechsel vergleichAnhaltspunkt für einen Stromanbietervergleich ist immer der eigene Jahresverbrauch. Unter sonst gleichen Bedingungen bildet dieser die Grundlage für einen Online-Strompreisvergleich. Jede verbrauchte Kilowattstunde hat einen bestimmten Einzelpreis. Je größer der eigene Stromverbrauch ist, desto höher fällt dieser Kostenblock aus. Diese Kosten sind somit variabel und stehen im direkten Zusammenhang mit der eigens verbrauchten Strommenge. Sie sind auch unter der Bezeichnung Arbeitspreis oder Verbrauchspreis geläufig.

Stromanbieter berechnen daneben auch noch einen fixen Kostenanteil.

Die sogenannten Grundgebühr (oder auch Grundpreis genannt) beinhaltet die Kosten für die Zähler, Wartung, Instandhaltung und eine fixe Gebühr für die Strombelieferung. Manchen Anbieter verzichten auf eine Grundgebühr. In diesen Fällen sind meistens die Arbeitspreise dementsprechend höher, da das Unternehmen die fixen Kosten in der Regel in den Verbrauchspreis pro Kilowattstunde einpreist. Die Grundgebühr ist somit im Ergebnis unabhängig vom Stromverbrauch des Kunden und enthält Kosten für die Bereitstellung des Stroms, Ablesung der Stromzähler, Kosten der Rechnungsstellung etc.

Wenig Strom verbrauchen

Verbraucher, die wenig Strom verbrauchen, sollten eher darauf achten, einen Anbieter zu haben, der einen relativ geringen Grundpreis verlangt. Grundsätzlich sind dann zwar die Arbeitspreise vergleichsweise höher, durch den niedrigen variablen Stromverbrauch kann sich dies rechnen. Wird hingegen viel Strom verbraucht, da beispielsweise die Beheizung von Räumen durch elektrische Heizungen erfolgt, hat tendenziell ein geringer Arbeitspreis die höhere Priorität. Der Stromanbieter berechnet dann wahrscheinlich zum Ausgleich eine höhere Grundgebühr, jedoch gilt diese Kombination als lohnenswert.

Wichtig ist jedoch, dass der Verbraucher seinen konkreten Einzelfall durchrechnet und eine Kalkulation aufstellt, welcher Stromanbieter mit welcher Kombination aus Grund- und Arbeitspreis das individuell beste Angebot im Portfolio hat. Einige Anbieter gehen darüber hinaus dazu über, dass nur noch Arbeits- und keine Grundpreise mehr berechnet werden. Der Verbraucher ist auf diese Weise zum stromsparenden Umgang zu motivieren, was letztlich dem Geldbeutel und der Umwelt gut tut. Um jedoch ein Mindestbetrag abrechnen zu können, sehen derartige Verträge häufig einen Mindestverbrauch vor, der dann in Rechnung gestellt wird.

Online-Tarifvergleiche arbeiten in einigen Fällen auf Provisionsbasis und erhalten für vermittelte Verträge eine Entlohnung durch den Stromanbieter. Daher ist es möglich, dass dem Verbraucher nicht immer die für ihn günstigsten Tarife auf den obersten Plätzen der Suchergebnisse erscheinen. Die auf den Vergleichsseiten angegebenen Preise sollten im Anschluss und vor Vertragsschluss nochmals eingehend Überprüfung auf ihre Richtigkeit erhalten.

Doch nicht nur der Preis ist ausschlaggebend für einen guten Stromanbieter. Punkte wie Servicequalität, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der relevanten Ansprechpartner, Zuverlässigkeit und Richtigkeit der Abrechnungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. 

Die besten Versprechungen in puncto Bonus nützen nichts, wenn diese nur verspätet oder erst nach mehrmaligem Nachfragen Gewährung erfahren. Daher sollte sich der Verbraucher auch übers Internet eingehend über den potentiellen Vertragspartner informieren, um auf diese Weise Ärger und Zeitverlust zu vermeiden. Einschlägige Internetseiten und –foren bieten einen ersten Ausgangspunkt für die Recherche und helfen, einen Ersteindruck des Unternehmens zu gewinnen. Insbesondere besonders kritische aber auch positive Referenzen sollten kritisch beäugt und zu interpretieren sein, da diese das Gesamtbild in vielen Fällen verzerren. Ebenso sind Verbraucherzentralen gute Ansprechpartner und sind vor Vertragswechsel zu befragen, ob Beschwerden gegenüber dem neuen Vertragspartner bekannt sind.

Günstige Anbieter haben ihren Firmensitz häufig nicht in unmittelbarer Nähe und ermöglichen Kommunikation nur durch E-Mail, Brief oder Telefon. Doch gerade in hoch frequentierten Zeiten nach Feierabend sind die Servicelinien der Unternehmen ausgelastet und sorgen für lange Wartezeiten bis ein Mitarbeiter zur Verfügung steht unddie Probleme des Kunden wahrnimmt. Ähnlich verhält es sich mit Online-Tarifen, die alle relevanten Unterlagen elektronisch versenden. Auch hier besteht die Gefahr, dass bestimmte Unterlagen abhandenkommen und der Kontakt mit dem Anbieter regelmäßig nur per Mail oder telefonisch erfolgt.

Ablesen des Stromzählers

Das Ablesen des Stromzählers kann auf verschiedene Art und Weisen erfolgen. So nutzen manche beispielsweise Daten des Netzbetreibers. Auch kann der Versorger den Verbraucher auffordern, den Zählerstand selbstständig abzulesen und zum Beispiel per E-Mail durchzugeben.

Es ist gesetzlich geregelt, dass das Energieunternehmen dem Verbraucher verschiedene Zahlungsmöglichkeiten bereithalten muss. Es ist daher unzulässig, wenn beispielsweise nur eine Zahlweise (z.B. Lastschrift) seitens des Stromanbieters vorgesehen ist. 

Auch wenn es manchmal einen anderen Eindruck vermittelt, der Vertag kommt zwischen Verbraucher und Energielieferant und nicht dem Vergleichsportal zustande. Fragen, Reklamationen, Kündigungen etc. sind dann im jeweiligen Falle an den Vertragspartner (Energieunternehmen) zu richten.

Ist der Anbieterwechsel erfolgreich gewesen ist der bisherige Anbieter gesetzlich dazu verpflichtet, binnen sechs Wochen eine Schlussrechnung über den Abrechnungszeitraum zu erstellen. Dort werden die Verbrauchskosten mit den geleisteten Zahlungen verrechnet und ergeben im Resultat eine Erstattung oder Nachzahlungsverpflichtung für den Verbraucher. 

Ökostrom

stromanbieter wechsel vergleichÖkostrom wird aus Quellen gewonnen, die umweltverträglich bzw. –freundlich sind einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet. Hierunter fallen beispielsweise Sonnen- oder Windenergie. Diese ist zwar nicht vollständig klimaneutral, da Solaranlagen oder Windräder zum Teil unter hohen Ressourceneinsatz gebaut und montiert werden. Nach einer gewissen Zeit amortisiert sich dieser Effekt und die Stromgewinnung erfolgt zunehmend klimaschonend.

Da es eine Vielzahl an Auszeichnungen und Labels für Ökostrom gibt, wird die Suche nach einem geeigneten Anbieter schnell übersichtlich. Das ok-power-Label und das Grüner Strom-Label haben jedoch hohe Hürden und Anforderungen und sind beide positive Beispiele für eine klimaschonende Energiegewinnung. Neben dem Nachweis, dass die Energieerzeugung aus nachhaltigen Quellen erfolgt ist, müssen die Unternehmen zum Beispiel noch nachweisen, dass weiter in Ökostrom investiert wird.

Neben derartigen Stromangeboten gibt es noch Basis-Tarife, bei denen das Energieunternehmen niedrigere Auflagen erfüllen muss.

Unterschiede beim Strom

Der Strom aus der Steckdose besitzt keinen Unterschied zum herkömmlich erzeugten Strom. Entscheidet sich ein Verbraucher für Ökostrom, so ist mehr nachhaltig gewonnener Strom in das Energienetz einzuspeisen, der dann den Anteil von ökologischer Energie im Gesamtnetz entsprechend erhöht.

Vorsicht bei telefonisch angebotenen Tarifen

Die Verbraucherzentralen warnen vor Energielieferanten, die telefonisch anrufen und versuchen, auf diesem Weg Stromverträge zu vermitteln. Im Telefongespräch werden Angebote zu neuen Tarifen gemacht und auf einen Anbieterwechsel gedrängt. In aktuellen Fällen ist es sogar so weit gekommen, dass die bisherigen Verträge ohne Einwilligung gekündigt wurden. Die Unternehmen sprechen am Telefon von künftigen Preiserhöhungen und stellen einen Wechsel zu den eigenen Tarifen als eine lohnenswerte und lukrative Alternative dar. 

Kommt es so weit, dass der Anbieter Vertragsunterlagen nach Hause versendet, erwecken diese zum Teil den Anschein, als wäre bereits ein Vertrag geschlossen wurden. Hier sollte besondere Vorsicht an den Tag zu legen sein und im Zweifelsfall fachliche Hilfe Einsatz finden. Darüber hinaus dürfen diese Anbieter ohne vorherige Einwilligung gar nicht im Direktvertrieb anrufen.

Darüber hinaus führen manche Energieunternehmen Haustürgeschäfte durch.

Teilweise sogar unter falscher Identität (Mitarbeiter der Stadtwerke etc.) erwecken die Direktvertriebler einen vertrauenswürdigen Eindruck und versuchen, neue Vertragsabschlüsse zu erzielen. Auch hier ist besondere Vorsicht geboten! Der Verbraucher sollte sich nicht zu einer Unterschrift drängen lassen, unabhängig davon, wie dringend oder lukrativ das Angebot erscheint. 


Geheimtipp: Strom sparen

Doch nicht nur ein neuer Stromanbieter hilft Kosten zu sparen. Mit ein paar Tipps und Tricks können Verbraucher ihren Stromverbrauch senken und die eigenen Stromkosten nach unten drücken.

Viele (große) Haushaltsgeräte sind ineffizient und verbrauchen zu viel Strom. Insbesondere Kühlschränke, Kühltruhen aber auch Waschmaschinen und Trockner sollten daher auf ihren Stromverbrauch geprüft und unter Umständen Ersatz bekommen. Die auf den Produkten angebrachten Energieeffizienzklassen geben die Möglichkeit, den Verbrauch der Geräte besser einzuschätzen und miteinander vergleichbar zu machen. Gerade bei Kühlgeräten sollten diese nicht zu groß ausfallen, da in vielen Fällen nicht unwesentliche Teile des Kühlschranks praktisch ungenutzt sind und unnötig Strom verbrauchen.

Stromsparen bei Stan-By

TV-Geräte, Spielekonsolen etc. laufen zum Teil tage- und nächtelang im Standby-Modus und verbrauchen Strom. In Summe kommt hier pro Jahr ein nicht unbedeutender Verbrauch zusammen, der durch einfache Regeln vermindert werden kann.

Auch die Beleuchtung des Haushaltes bietet Sparpotenzial. Durch den Wechsel der Leuchtmittel auf stromsparende LEDs sparen Verbraucher viel Energie. Interessant sind hierbei LEDs, die ihre Energie aus Solarzellen beziehen, insbesondere für die Außenbeleuchtung. Insgesamt sind LEDs ein guter Beitrag zum Strom sparen, da ihr Verbrauch deutlich unter herkömmlichen Glüh- und Halogenlampen liegt. Auch in puncto Lebensdauer schneiden LEDs viel besser ab als bisherige Leuchtstoffe. Dies führt auch dazu, dass sich die Anschaffungskosten der LED-Beleuchtung schneller amortisiert. Wichtig auch, dass bestimmte Areale des Raums gezielt Beleuchtung erhalten. So senken Anwender die Kosten weiter. Ebenfalls bieten verbundene Bewegungsmelder für Treppenhäuser und größere Flure weiteres Sparpotenzial, da Licht nicht unnötig lang brennt.


Fazit

Ein Stromanbieterwechsel kann Kosten sparen. Durch einen Stromanbietervergleich prüfen Nutzer auf Basis des Jahresverbrauchs die Preise miteinander. Wichtig ist es hierbei, dass der Verbraucher eventuelle Neukundenboni oder weitere Prämien kritisch hinterfragt. Am besten diese aus der Berechnung der Stromkosten herausnehmen, um einen klaren Blick auf die Kosten und maximale Transparenz beim Vergleich der Stromanbieter zu haben.

Neben den Stromkosten, sollten Grundpreise und Vertragslaufzeiten im Blickfeld liegen. Ebenso ist es wichtig, die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Verträge aus ungewöhnliche und für den Kunden ungünstige Klauseln zu untersuchen. Nur so kann ein wirklicher Mehrwert durch den Anbieterwechsel stattfinden. Darüber hinaus die Vertragslaufzeit nicht zu lange wählen. Im Optimalfall beträgt diese zwölf Monate, um nach dieser Zeit erneut nach neuen Angeboten zu suchen und das Einsparungspotenzial weiter zu erhöhen. Außerdem gilt es, Informationen über die Servicequalität und allgemeine Probleme mit dem Stromanbieter einzuholen, um Ärger vorzubeugen. Auch sind Verträge mit Vorkasse und Kautionen nicht ratsam, da diese im Falle einer Unternehmensinsolvenz regelmäßig verloren gehen.

In vielen Fällen kümmert sich der neue Anbieter dann auch um die Kündigung beim alten Stromlieferanten. Vor dem endgültigen Wechsel, den bisherigen Stromanbieter nach neuen und günstigeren Tarifen befragen, da diese ihre Kunden behalten wollen. Beispielsweise bei Sonderkündigungsrechten oder bei kurzen Kündigungsfristen ist eine eigenhändige Kündigung empfehlenswert und zumeist der bessere Weg.
Nicht nur beim Stromanbieter sparen Kunden bares Geld. Über einen gewissenhaften Einsatz und Betrieb von elektronischen Geräten im Haushalt lassen sich im Jahr ebenfalls einige Euros zurückhalten. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Apropos Umwelt: Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Ein Blick auf die Anbieter von Ökostrom ist in jedem Falle lohnenswert. Verschiedene vergebene Zertifikate und Labels werden anhand der Regularien und Voraussetzungen gemessen, die an das energiegewinnende Unternehmen zu stellen sind.

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